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Lübeck Die unsichtbare Gefahr
Lokales Lübeck Die unsichtbare Gefahr
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20:18 21.04.2016
Nicola (11), Kevin (10), Artur (11), Noah (9) und Jordan (10) kennen dank Jochen Schnack (52) nun die Gefahr des toten Winkels. Quelle: Roeßler

Der riesige Müllwagen auf dem Pausenhof zieht die Aufmerksamkeit der Viertklässler der Grundschule Marli gleich auf sich. Heute dürfen die Schüler selbst einmal ins Führerhaus klettern und sich hinter das Steuer des fast vier Meter hohen Fahrzeuges setzen. Durch die neue Perspektive sollen sie über die Gefahr des toten Winkels aufgeklärt werden.

„Ich hätte nicht gedacht, dass man so wenig sieht“, sagt Artur (11). Von den sich seitlich und hinter dem Wagen positionierten Mitschülern ist nichts zu erkennen, auch die ersten zwei Meter vor dem Lkw sind nicht einzusehen. „Die meisten Menschen unterschätzen das Sichtfeld der Fahrer“, sagt Jochen Schnack (52). Der Leiter der Verkehrswacht besucht mit Mitarbeitern der Entsorgungsbetriebe 38 vierte bis sechste Schulklassen im Jahr, um ein Bewusstsein für die brenzligen Situationen zu schaffen. „Am gefährlichsten ist das Rechtsabbiegen.“ Die Verkehrsteilnehmer schätzen den Platz zwischen Fahrzeug und Kreuzung oftmals falsch ein. Laut Verkehrswacht haben sich im vergangenen Jahr 468 Unfälle in Lübeck beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren ereignet.

Die Fahrzeuge der Entsorgungsbetriebe seien zwar durch Scheinwerfer, Bordsteinspiegel und einen zusätzlichen Toten-Winkel-Spiegel gut ausgerüstet, doch letzterer gehöre nicht zur Standardausstattung von Großfahrzeugen, erklärt Lkw-Fahrer Norbert Kurth (58). „Auch wenn ich zehn Spiegel habe“, sagt Kurth, „kann ich nur in einen zur Zeit gucken.“

Von cb

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