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Lübeck Dienstzeit verlängert: Fregatte „Lübeck“ fährt vier weitere Jahre
Lokales Lübeck Dienstzeit verlängert: Fregatte „Lübeck“ fährt vier weitere Jahre
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21:22 09.12.2015
Gabriele Schopenhauer mit Kapitän Matthias Schmitt. Quelle: Roeßler

Das Ende des fast 30 Jahre alten Marineschiffes, das 1987 gebaut und 1990 in Dienst gestellt wurde, war bereits ausgemacht. Ende 2017 sollte die Fregatte „Lübeck“, Patenschiff der Hansestadt, ausgemustert werden. Doch der neue Kommandant Matthias Schmitt (40) brachte gestern zur „Stunde der Begegnung“ im Rathaus eine überraschende Nachricht mit. „Die Fregatte wird 2017 nicht außer Dienst gestellt“, sagte Schmitt vor 150 Gästen.

Das habe das Bundesverteidigungsministerium entschieden. Die Nachfolgeschiffe würden nicht rechtzeitig fertig, erklärte der Fregattenkapitän auf LN-Nachfrage, deshalb würde die „Lübeck“ noch bis 2021 weiter über die Weltmeere schippern. Damit würde auch die 25-jährige Patenschaft zur Hansestadt weiter bestehen. Und der neue Kommandant, der vor 15 Jahren bereits als Waffenoffizier auf der „Lübeck“

stationiert war, hatte noch eine gute Nachricht im Gepäck. Die Fregatte, die zuletzt im April 2014 in der Hansestadt festmachte, kommt vom 2. bis 4. Dezember nächsten Jahres wieder in den Lübecker Hafen. Von Januar bis Mai wird das Schiff in einer Werft generalüberholt, im August sticht es wieder in See. Schmitt: „Wir planen Übungen und Manöver in der Ostsee.“

Die bevorstehende Ausmusterung hatte in der Patenstadt politische Aktivitäten ausgelöst. Die Bürgerschaft hatte — allerdings mit hauchdünner Mehrheit — beschlossen, dass Lübeck sich um die Patenschaft für ein Nachfolgemodell bemühen sollte. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) und die CDU-Bundestagsabgeordnete Alexandra Dinges-Dierig schrieben Briefe an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Die Erfolgsaussichten für die Travemetropole waren aber gering. Denn das Verteidigungsministerium hatte längst beschlossen, die nächste Generation der Fregatten mit Ländernamen zu versehen.

Die traditionelle „Stunde der Begegnung“, bei der sich Politiker, Verwaltungsmitarbeiter, Behördenchefs, Geschäftsführer von städtischen Gesellschaften sowie Vertreter von Kirchen, Kulturorganisationen, Verbänden und Medien zum Meinungsaustausch treffen, hielt in diesem Jahr zwei weitere Highlights bereit. Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) hatte den 15-jährigen Afghanen Atef Ghulami, der die 8. Klasse der Gotthard-Kühl-Schule besucht, für einen Vortrag gewonnen. Atef verglich die Schulsysteme von Afghanistan und Deutschland und kam zur Schlussfolgerung:

„Mir gefällt es besser, mit Mädchen gemeinsam zur Schule zu gehen.“ Außerdem seien die Lehrer in Deutschland besser gebildet und auch die Schulgebäude komfortabler. Schopenhauer würdigte auch die Leistung von Claudia Schwartz und ihres Teams ganz besonders. Die Bereichsleiterin Soziale Sicherung kümmert sich in aufopfernder Weise um Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen. Schwartz hat allein in diesem Jahr 25 Abendtermine in den Stadtteilen absolviert, um die Lübecker über neue Unterkünfte aufzuklären.

„Die Fregatte bleibt bis 2021 im Dienst.“
Matthias Schmitt (Fregattenkapitän)

Kai Dordowsky

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