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Lübeck Doppel-Richtfest in Travemündes Top-Lage
Lokales Lübeck Doppel-Richtfest in Travemündes Top-Lage
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21:03 29.09.2017
Neubau in bester Lage: Das Aja-Hotel feiert Richtfest. Im Mai soll Travemündes neue Herberge fertig sein. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Travemünde

Orangerot leuchten die Blätter in der Sonne. Die kleine Rose ragt aus einem Strohknäuel heraus, das in einem Gläschen steckt. Es steht auf schwarzem Stoff, der die Festtische überzieht. Der Blick fällt auf Absperrgitter, dahinter stapeln sich lange Bretter, eine Kreissäge ist auf sandigem Boden platziert. Riesige Fenster reihen sich nebeneinander auf, massige Quader mit der Aufschrift Kalksandstein stehen dort. Ein Stück weiter ragt der Lotsenturm empor – und dahinter glitzert das Wasser von Ostsee und Trave.

Besser geht es nicht – auf einer Seite die Ostsee, auf der anderen die Trave. Auf diesem Areal wird Doppel-Richtfest gefeiert. Dort entstehen das Aja-Hotel mit Schwimmbad und ein Ferien-Apartment-Haus. Die Investition beträgt 60 Millionen Euro. Ende Mai 2018 ist alles fertig.

Preise

Ab 54 Euro können Gäste im Aja-Hotel übernachten – pro Person im Doppelzimmer. Die Idee hinter dem hotel: Wer mehr Luxus will, kann ihn einzeln dazu buchen.

26 Euro wird vorraussichtlich der Tagesbesuch des Schwimmbads samt Sauna und Spa-Bereich für Gäste, die nicht im Aja-Hotel oder High End nächtigen, kosten.

Diesen Meerblick werden die Gäste des neuen Aja-Hotels genießen können, wenn es Ende Mai 2018 eröffnet. Ohne Absperrgitter und Kreissäge. „Wir haben bisher keine Verzögerungen“, ist Geschäftsführer Lutz Weller zuversichtlich. Seine Immobilen GmbH der Deutsche Seereederei Unternehmensgruppe (DSR) hat das Grundstück 2014 von der Stadt gekauft – für 4,6 Millionen Euro.

Errichtet werden dort zwei große, schlanke Gebäude. Das Aja-Hotel mit Schwimmbad für 35 Millionen Euro. Es ist Richtung Strandpromenade und Ostsee platziert. Es misst 25,5 Meter, hat acht Stockwerke und 242 Zimmer. Daneben wird das Ferien-Apartment-Haus für 25 Millionen Euro gebaut. Es heißt High End und ist in Richtung Travepromenade und Trave ausgerichtet. Das Gebäude ist ebenfalls 25,5 Meter hoch, hat sieben Stockwerke. Dort entstehen 108 Ferienwohnungen.

Das High-End-Projekt stemmen DSR und die Planet Haus AG. Dessen Chef Sven Hollesen baut aktuell auf der anderen Trave-Seite die Ferienanlage Priwall Waterfront. Hollesen ist in das Projekt High End eingestiegen, weil dahinter das gleiche Konzept steckt wie bei Waterfront. Die Eigentümer der Apartments sind Privatleute, die dort ihre Ferien verbringen können. Sind sie nicht da, werden die Unterkünfte von Novasol an Touristen vermietet. Eine Rechnung, die offenbar aufgeht. Von den 108 Apartments sind 102 verkauft und sechs Wohnungen reserviert.

Leicht versetzt ragt zwischen den beiden neuen Gebäuden das Strandhotel Maritim mit seinen 36 Stockwerken empor. Eine problematische Nachbarschaft. „Die Verhandlungen, die schwierig waren, waren die nachbarschaftlichen mit dem Maritim“, gibt Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) zu. Daher hat es Jahre gedauert, bis das marode Spaßbad Aqua Top an dieser Stelle abgerissen wurde – und die Stadt das Grundstück an DSR verkaufen konnte. Denn das Maritim hatte Anteile am Aqua Top.

Mit dem Maritim musste die DSR auch wegen der Parkplätze für die Hotelgäste verhandeln. In dieser Sache haben sich beide Seiten erst jetzt geeinigt. Das Aja-Hotel hat 170 Stellplätze, 142 davon bringt sie in der Maritim-Garage unter. Die restlichen Parkplätzen sind unter freiem Himmel. Das High End braucht 108 Parkplätze, sie sind ebenfalls draußen platziert.

„Es ist ein besonderes Projekt“, sagt Jens Quade vom Generalunternehmer Ed. Zübe AG. Auf der riesigen Baustelle am Meer wurden bisher 11500 Kubikmeter Beton verbaut und 2000 Tonnen Stahl – alles in 50 000 Arbeitsstunden.

 Josephine von Zastrow

 

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