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Lübeck Dramatische Nacht in Lübeck: Autos und Lauben in Flammen
Lokales Lübeck Dramatische Nacht in Lübeck: Autos und Lauben in Flammen
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10:29 17.06.2016
Schreck in der Holzhaussiedlung: Die Flammen des brennenden Smarts griffen auf zwei weitere Fahrzeuge über. Die Wagen brannten vollständig aus. Die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung aus. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

Trauriger Höhepunkt: Drei Fahrzeuge wurden in der Holzhaussiedlung Aueblick in Brand gesteckt.

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Im Minutentakt werden Brände gemeldet – Feuerwehr komplett ausgelastet – Löscharbeiten müssen ohne Einsatzleiter stattfinden – Es gibt keine Verletzten.

„Am Ende hat die Feuerwehr alles geschafft, aber wir mussten improvisieren.“Ralph Paul, Berufsfeuerwehr

Um 0.33 Uhr erreichte die Feuerwehr Lübeck in der Nacht zu gestern der erste Notruf. Auf dem Baggersand in Travemünde brannte es beim Haus der Jugend. „Ein Schuppen war in Brand geraten“, erklärt Ralph Paul vom Leitungsdienst der Berufsfeuerwehr. Ein Löschzug der Wache 3 rückte aus. „Aus Schlutup musste die Wache 4 ergänzen“, sagt Paul. Auch die Freiwillige Feuerwehr Travemünde war im Einsatz. „Vor unserem Jugendzentrum stand ein Strandkorb, der brannte. Das Feuer kroch dann die Holzwände hoch. Schließlich brannte auch unser Carport “, erzählt Marcus Runge, pädagogischer Leiter des Zentrums. Kinder waren nicht im Haus. „Das ist das Einzige was zählt, keiner wurde verletzt. Der Schaden wird aber in den fünfstelligen Bereich gehen.“

Eine Stunde lang kämpfte die Feuerwehr am Baggersand, dann war das Feuer gelöscht. Doch nur vier Minuten nachdem der Brand in Travemünde ausgebrochen war, ging der nächste Notruf bei der Feuerwehr ein. Drei Autos in der Holzhaussiedlung Aueblick in Moisling standen in Flammen. „Mein Sohn hörte eine Explosion. Dann sah er den Feuerschein“, berichtet Anwohner Manfred Passoke. Auch sein Seat brannte, allerdings nur am Radlager. Glück im Unglück hatte die gesamte Siedlung. „Mein Wagen stand unter einem Carport aus Holz, wenn mein Sohn nicht schnell mit dem Gartenschlauch gelöscht hätte, wer weiß, was passiert wäre“, so Passoke, „immerhin sind alle Häuser der Siedlung aus Holz.“ Auf dem Weg zu den brennenden Autos in der Nachbarstraße bemerkten die Männer einen weiteren qualmenden Wagen. „Ein Audi war angezündet worden, aber die Flammen gingen von selbst aus“, berichtet Passoke. Ein paar Meter weiter brannte ein Smart aus. „Das Feuer griff auch auf zwei danebenstehende Wagen über – einen Mercedes Vito und einen Fiat Ducato“, erklärt Polizeisprecherin Anett Dittmer. Auch der Mercedes sei vollständig ausgebrannt.

40 Minuten brauchten die Einsatzkräfte von Feuerwache 2 und der Freiwilligen Feuerwehr Moisling, um die lichterloh brennenden Wagen zu löschen. „Dramatisch wurde es, als um 0.42 Uhr ein weiteres Feuer gemeldet wurde“, berichtet Paul. Im Heiweg in St. Gertrud brannte eine Gartenlaube. „Das brachte uns in die Bredouille, da die Wehren ausgelastet waren“, so Paul. Ein Teil der Wache 2 sei mit Einsatzkräften der dritten Wache aufgestockt worden. „Es fehlte aber ein Einsatzleiter. Wir mussten improvisieren.“ Parallel zu den Einsätzen in Travemünde und dem Aueblick war die Lübecker Feuerwehr eine Dreiviertelstunde mit den Löscharbeiten im Heiweg beschäftigt. Wie hoch der angerichtete Schaden der letzten Nacht ist, steht bisher noch nicht fest. Die Untersuchungen laufen. „Das Kommissariat 11 der Lübecker Kriminalpolizei geht im Aueblick von Brandstiftung aus“, so Polizeisprecherin Dittmer. Die Polizei bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung und nimmt Hinweise unter Telefon 04 51/13 10 entgegen.

 Tomma Petersen

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