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Lübeck EBL: „Alles richtig gemacht“
Lokales Lübeck EBL: „Alles richtig gemacht“
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23:36 25.01.2016

Der Busbetrieb wurde für Stunden ganz eingestellt, die Polizei zählte 13 Verkehrsunfälle: Blitzeis erwischte die Hansestadt am 11. Januar eiskalt. Den ganzen Morgen verbreiteten Radiosender Warnmeldungen für Lübeck.

 Das war die erste Bewährungsprobe für den Winterdienst der Entsorgungsbetriebe (EBL), der für viele Bürger nicht nur empfindlich teurer wurde, sondern auch mehr Leistung als bisher verspricht. Der SPD-Politiker Frank Zahn fragte deshalb im Werkausschuss der Entsorgungsbetriebe nach, warum es zu den Problemen gekommen sei.

EBL-Chef Jan-Dirk Verwey: „Als ich die Nachrichten morgens im Radio hörte, hat sich mein Kreislauf beschleunigt.“ Doch inzwischen könne er sich auf eine „sehr gute Truppe verlassen“, versicherte der EBL-Direktor den Politikern. Die Truppe habe alles richtig gemacht, erklärte Tino Martsch, zuständiger Abteilungsleiter der EBL, den Politikern. Am 10. Januar hätten die Mitarbeiter von 20 bis 23 Uhr alle Gefahrenstellen wie Steigungen, Brücken und Gefälle abgestreut. Martsch: „Am 11. Januar waren wir ab 4 Uhr morgens mit großen Streuwagen unterwegs.“ Mit Einsetzen des Berufsverkehrs seien die Straßen verkehrssicher gewesen. An keiner einzigen Gefahrenstelle habe sich ein Unfall ereignet.

 Verwundert zeigte sich Martsch, dass die Busse nicht gefahren seien. Er habe beim Stadtverkehr nachgefragt. Nach Aussage des dortigen Betriebsleiters hätte die überwiegende Mehrzahl der Busfahrer geäußert, es sei zu gefährlich, aus dem Depot auszurücken. Martsch: „Wir haben keinen Einfluss auf den Stadtverkehr. Wir haben uns nichts vorzuwerfen.“

Stadtverkehr und Entsorgungsbetriebe haben sich inzwischen über die unterschiedlichen Sichtweisen auf diesen Wintermorgen ausgetauscht. Gerlinde Zielke, Sprecherin der Verkehrsbetriebe: „Von uns kommt kein Vorwurf gegen den Winterdienst.“

dor

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