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Lübeck Ehrengrab für Adolf Ehrtmann
Lokales Lübeck Ehrengrab für Adolf Ehrtmann
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18:58 08.03.2018
Pastorin Constanze Oldendorf und Propst Christoph Giering am Grab Adolf Ehrtmanns. Quelle: Foto: Andreoli
St. Gertrud

Kirchenglocken klangen, als die Trauergemeinde über den Burgtorfriedhof schritt. Ihr Weg führte sie zum Grab Adolf Ehrtmanns (1897-1979). Dort legten sie Blumenkränze nieder. In Zukunft gilt die letzte Ruhestätte des ehemaligen Bausenators als Ehrengrab. Den Antrag hatte der ökumenische Arbeitskreis 10. November Lübecker Märtyrer gestellt. Propst Christoph Giering und Pastorin Constanze Oldendorf hielten im Beisein von Ehrtmanns Enkelsohn Manuel und Schwiegertochter Margit Ehrtmann eine ökumenische Andacht. Auch zahlreiche Vertreter der Lübeck Politik, darunter auch der künftige Bürgermeister Jan Lindenau (SPD), würdigten den verstorbenen mit ihrer Anwesenheit.

„Für uns ist es natürlich schön zu wissen, dass das Wirken meines Großvaters heute und auch in Zukunft noch von Bedeutung sein wird“, sagte Manuel Ehrtmann. Als Bausenator wirkte der CDU-Politiker von 1946 bis 1966. In dieser Zeit erwarb er sich Verdienste beim Wiederaufbau der zerstörten Hansestadt. Sein Bestreben, die Erinnerung an die vier Lübecker Märtyrer aufrecht zu erhalten, begleitete ihn bis zu seinem Tod. Ehrtmann war 1942 im Zusammenhang mit der Verhaftung der drei Kapläne Eduard Müller, Johannes Prassek und Hermann Lange sowie des evangelischen Pastors Karl Friedrich Stellbrink von den Nazis verhaftet und zu einer fünfjährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden.

„Ich persönlich finde, es gibt auch heute kein besseres politisches Vermächtnis“, sagte der ehemalige Sozialsenator Kaske.

 joe

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