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Lübeck Ehrennadel des Landes an Prof. Morten Schütt
Lokales Lübeck Ehrennadel des Landes an Prof. Morten Schütt
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20:15 06.02.2016

Der Weg in die Landeshauptstadt ist Morten Schütt wohlvertraut, nicht nur durch Fahrten zu regelmäßigen Kollegentreffen am Kieler Uni-Campus, sondern auch zu Zusammenkünften im Sozialministerium. Aber die Einladung in die Staatskanzlei kam dann doch überraschend. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt der 48-jährige habilitierte Mediziner, der vor Kurzem noch Leiter der Diabetologie am Lübecker Uniklinikum war, dann aber den Sprung in die Selbstständigkeit mit eigener Schwerpunktpraxis gewagt hat.

„Morten Schütt macht sich seit nahezu eineinhalb Jahrzehnten, nicht zuletzt durch die Organisation von Weltdiabetestagen, für die Aufklärung und Prävention von Typ 2 Diabetes stark“, heißt es in der Begründung für die anstehende Verleihung der Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein. Weiterhin wird gewürdigt, dass sich der Mediziner schon seit Langem ehrenamtlich in der Reha- und Behindertensportgemeinschaft Lübecker Bucht sowie in einer Selbsthilfegruppe betätigt.

„Für mich ist dieses Engagement zur Selbstverständlichkeit geworden, da ich tagtäglich mit Diabetikern zu tun habe, und ich sehe, dass diese Erkrankung viel mehr bedeutet, als nur den Blutzucker zu messen und einzustellen“, betont der Professor.

Zudem nehme die Zahl der Betroffenen — „jung und alt“ — weiterhin ungebremst zu. „Diese Entwicklung darf niemand so hinnehmen“, appelliert der Diabetologe. Durch sein jahrelanges Wirken in der Arbeitsgemeinschaft Diabetes — „das ist ein Runder Tisch mit Ärzten, Apothekern, Krankenkassen, Patientenvertretern und Politikern“, so Schütt — wurde Schleswig-Holstein zum bundesweiten Schrittmacher im Kampf gegen das Volksleiden. „Wir konnten als Erste einen Diabetesbericht vorlegen, der eine Analyse des Status quo in Schleswig-Holstein bietet.“

Inzwischen sei auch eine Landespräventionsstrategie mit fünf Säulen auf den Weg gebracht worden. „Hier planen wir mittelfristig die Einführung von Schulkrankenschwestern, die sich um chronisch kranke Kinder und Vorsorge kümmern“, zählt er auf. Zudem solle jedes Schulkind kostenfreien Zugang zu Trinkwasser erhalten, um wirksam gegen zu viele Süßgetränke vorgehen zu können. „Dann wollen wir noch die Nachsorge von Schwangerschaftsdiabetes sowie die Angehörigenschulung verbessern und Migranten mehr bei der Aufklärung in den Fokus nehmen“, sagt Schütt. mho

LN

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