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Lübeck Ein Abend mit Pop, Pannen und Bela B.
Lokales Lübeck Ein Abend mit Pop, Pannen und Bela B.
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08:46 12.04.2016
Ohren- und Augenschmaus pur: Die Musiker von Danubes Banks und Ärzte-Schlagzeuger Bela B. als B-Nubes entzückten das Publikum im Werkhof mit ihrer Musik. Quelle: Fotos: Olaf Malzahn
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Innenstadt

Ein Abend voller Höhepunkte — erwartete und unerwartete. Das 18. Junge Stereopark Festival am vergangenen Sonnabend überraschte mit einer mehr als ausgewogenen Mischung an Musik. Gleich fünf Bands sorgten bei der Unplugged-Ausgabe im ausverkauften Werkhof für ausgelassene Stimmung und heizten dem Publikum von Anfang an mächtig ein. Dabei war von Singer-Songwriter- Pop bis Gypsie, Balkan und Reggae-Indie-Pop-Mix alles vorhanden.

Fünf Bands traten beim Junge Stereopark Festival auf — Die bunte Mischung gefiel dem Publikum.

Schon vor dem Einlass um 19 Uhr reichte die Schlange der Stereopark-Fans bis fast zur Ecke der Glockengießerstraße. Einige hatten seit mittags vor der Tür campiert. So füllten die Zuhörer den Werkhof schon bei der ersten Band. Das Singer-Songwriter-Duo Imke & J. nutzte seine Zeit und legte die Grundlage für die gute Stimmung.

Abgelöst wurden sie von Mister Me mit seiner Band, die sich zum heimlichen Favoriten des Abends mauserten. In Handumdrehen hatte der 25-Jährige mit dem markanten Glatzkopf das Publikum für sich eingenommen. Das lag nicht nur an der Musik, die sich irgendwo zwischen Singer-Songwriter- Pop und Hiphop bewegte, oder den emotionalen und ehrlichen Texten. „Der Typ ist einfach authentisch und mit Herzblut dabei“, sagte ein begeisterter Zuschauer. Zwei Eigenschaften, die auch auf Ticos Orchester passten. Die fünf Hamburger Musiker mischten Klezmer, Balkan mit Reggae und Indie-Pop und sorgten für einen mehr als tanzbaren und sauberen Sound.

Bernd Begemann, der erste Hauptact des Abends, hatte dann zunächst ein paar Schwierigkeiten. Im ersten Lied riss ihm eine Saite seiner Gitarre, kurz danach versagte gleich die ganze Technik. Der Hamburger ließ sich davon aber nicht beeindrucken und baute das Malheur einfach in seine Show ein. Auch ohne Mikro unterhielt er sein Publikum bestens. „Er ist ein bisschen durchgeknallt. Aber es macht Spaß, ihm zuzuhören“, sagte Hannah Janssen (17).

Dann kam endlich die Band, auf die die meisten Zuschauer sehnsüchtig gewartet hatten: Der sichtlich aufgeregte Ärzte-Schlagzeuger Bela B. spielte zusammen mit den Hamburger Musikern von Danubes Banks. Gemeinsam nennen sie sich B-Nubes und präsentierten verstärkt durch die Sängerin Peta Devlin Gypsie-Klezmer-Swing- Klänge. Der erste und vielleicht einzige Auftritt des ungewöhnlichen Musikprojekts geriet zu einer mehr als runden Sache. „Die Band ist der Wahnsinn. Die brauchen Bela eigentlich gar nicht“, sagte Linus Hoffmann (25). Der Student war extra aus Hamburg angereist, um die B-Nubes zu sehen.

Am 13. August findet das nächste Stereopark Festival statt. Dann wieder als Open Air im Strandsalon.

Das Festival

Das erste Junge Stereopark Festival gab es im Jahr 2010. Seither findet es drei Mal im Jahr statt: als Unplugged- Ausgabe im April, Open Air im August und Plugged im November.

Thies Reinck und Felix Wohlstein von Besttones organisieren das Festival. Bekannteste Musiker waren bisher Gregor Meyle, Pohlmann, Markus Wiebusch und Bela B.

Von Majka Gerke

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