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Lübeck Ein „Defi“ für das Rathaus
Lokales Lübeck Ein „Defi“ für das Rathaus
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19:12 26.04.2016
Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) und Bruno Böhm, Vertrauensmann der Itzehoer Versicherungen, mit dem neuen Defibrillator. Quelle: Malzahn

Es ist ein kleines Gerät, das im Ernstfall Leben retten kann: Seit dieser Woche ist im Lübecker Rathaus ein sogenannter Defibrillator installiert. Das Gerät ist ein Geschenk der Itzehoer Versicherungen. „Defis“ werden im Allgemeinen zur Wiederbelebung der Herzaktivität, etwa nach einem Herzinfarkt, eingesetzt.

Jetzt nahm Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) den „Defi“ im Rathaus entgegen, neben der Hansestadt werden noch weitere 13 Gemeinden der Umgebung von der Itzehoer mit den Maschinen ausgestattet. „Die Geräte können vor Ort, wenn noch kein Notarzt zur Stelle ist, Leben retten“, sagt Anja Babbe-Wulf, Bezirksdirektorin der Itzehoer. Sie hofft, dass mit der Spendenaktion in der Bevölkerung die Hemmschwelle sinke, einen Defibrillator im Ernstfall zu benutzen.

Denn nicht nur Notärzte oder geschultes Personal sollen den „Defi“, der im Rathaus gleich rechts neben der Eingangstür an der Wand installiert wurde, bedienen. „Defibrillatoren sind in ihrer Bedienung absolut ,narrensicher‘“, sagt Olaf Schmidt vom Deutschen Roten Kreuz. Schritt für Schritt werde man per Sprachansage durch die einzelnen Bedienungsschritte der Reanimation geführt — bis Fachpersonal vor Ort ist. „Natürlich sind zusätzliche Kenntnisse eines Erste- Hilfe-Kurses gut“, sagt Olaf Schmidt, „aber auch ohne Übung kann das Gerät bedient werden.“ Schaden könne man damit nicht anrichten. „Ein Defi misst die Herzfrequenz, ist diese in Ordnung, werden keine Stromstöße abgegeben“, sagt Schmidt.

Das Rathaus wurde wegen seines zentralen Standortes und der hohen Besucherfrequenz als Installationsort ausgesucht.

Von kad

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