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Lübeck Ein Jahr mit Vorher-Nachher-Effekt
Lokales Lübeck Ein Jahr mit Vorher-Nachher-Effekt
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10:53 01.01.2017
In diesem Jahr ganz schön viel gestemmt: Bastian Schaper (l.) trainiert mit den Langhanteln, Errol John Häcker stoppt die Zeit. FOTOS: MODROW, PRIVAT (2)
St. Lorenz Nord

Erst ein Jahr ist es her, da hat Bastian Schaper noch fast 160 Kilo auf die Waage gebracht – und fühlte sich irgendwie auch so: schwer. Immer mal wieder hat der 1,90-Meter-Mann versucht abzunehmen. „Mit etwas weniger essen, etwas mehr Bewegung – und dann verlor ich auch mal fünf, sechs Kilo“, erzählt der 28-Jährige. „Aber die kamen schnell wieder, und brachten meist noch ein paar Kilos mit.“ Aus heutiger Sicht, sagt er, war das die völlig falsche Strategie.

... danach wiegt er 120 Kilo und hat Muskelmasse aufgebaut.
Vor den Trainingseinheiten hat Bastian Schaper 160 Kilo gewogen...
... danach wiegt er 120 Kilo und hat Muskelmasse aufgebaut.

Doch in diesem Jahr hat sich einiges verändert im Leben Bastian Schapers. Jetzt wiegt er rund 40 Kilo weniger, sein Körperfettanteil hat sich um rund 15 Prozentpunkte reduziert. Er ist durchtrainiert und fit – Langhanteln von 20 Kilogramm länger zu heben und Übungen mit schwerem Tau, dem sogenannten „Battle Rope“, sind kein Problem mehr. Im Gegenteil: „Ich will im nächsten Jahr selbst eine Trainerlizenz machen“, sagt Schaper.

Was ist passiert? Im Januar vergangenen Jahres, als alle Welt mit guten Vorsätzen ins neue Jahr startete, hat auch der Lübecker noch einen neuen Versuch gestartet. Im Club Medius bei der Lohmühle nahm er an einem Gewinnspiel teil für das „Bootcamp“ von Trainer Errol John Häcker – und gewann: Jede Woche zwei Trainingseinheiten à einer Stunde, zehn Wochen lang.

„Man glaubt es nicht, aber das reicht schon, wenn man richtig trainiert“, sagt Schaper. Der Name „Bootcamp“, der ursprünglich eigentlich das Rekrutierungstraining fürs Militär bezeichnet, ist kein leichtes Fitnessprogramm mit ein bisschen Joggen und Seilspringen. „Dahinter steckt schon ein ziemlicher Drill“, sagt auch der Trainer. „Wichtig ist, dass man alle Muskelgruppen gleich viel trainiert und nicht nur einzelne Problemzonen.“ Das bedeutet, zu jeder Einheit gibt es eine Aufwärmphase, einen Hauptteil mit Übungen, etwa mit langen Hanteln oder Zirkeltraining, und eine Abwärmphase mit Stretching.

„Am Anfang war ich immer erleichtert, wenn es vorbei war“, sagt Schaper. „Und am nächsten Tag dann ziemlich kaputt.“ Trotz des Muskelkaters: Ans Aufgeben dachte er nicht. Schon nach drei Wochen merkte er, dass er irgendwie beweglicher und fitter wurde. „Besonders auf der Arbeit war der Unterschied spürbar“, sagt Schaper, der als Dachdecker viel auf Leitern herumklettern und Material bugsieren muss. „Es wurde alles leichter, einfacher.“ Und auf einmal kamen dann auch die Komplimente: Bekannte sprachen ihn darauf an, dass er merklich abgenommen habe. „Das ist wichtig für das Weitermachen, dass diese Erfolgserlebnisse da sind“, sagt Errol John Häcker. Und noch etwas anderes war ausschlaggebend: „Wenn man allein ist, gibt man schneller auf“, sagt Bastian Schaper. „Wenn man in der Gruppe sieht, dass die anderen noch eine Runde mehr schaffen, will man selbst auch noch einen Zacken mehr geben.“

Aber es ist nicht nur die Bewegung. Parallel zum Training hat der 28-Jährige auch seine Ernährung umgestellt – kaum noch Weizen, dafür viel mehr Vollkorn, mehr Gemüse, mageres Fleisch und Geflügel.

So bereitet er sich auch immer in der Woche sein Essen zu, tuppert es ein, um es mit auf die Arbeit zu nehmen. „Das entspannt irgendwie auch“, sagt Bastian Schaper. „Dann muss ich nicht bei jeder Baustelle schauen, wo es etwas zu essen in der Nähe gibt und muss nicht auf irgendetwas zurückgreifen.“

Und nach den zehn Wochen „Bootcamp“? Da hat Bastian Schaper einfach nicht mehr aufgehört und ist seitdem im Fortgeschrittenen-Kursus bei seinem Trainer. Der kann sich nun vorstellen, dass Schaper nach seiner Trainerlizenz vielleicht auch mal selbst ein „Bootcamp“ anleiten könnte.

Lena Modrow

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