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Lübeck Ein Lied für das große Jubiläum
Lokales Lübeck Ein Lied für das große Jubiläum
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11:45 09.03.2018

Man kann vieles über den ehemaligen Frontsänger der Beatage-Band The Twangys sagen – aber nicht, dass er keine Ideen hätte. Im Gegenteil: Claus-Jürgen Schröder (69) hat immer wieder Ideen – gerne auch mal beim Schwitzen in der Sauna. Als die Groß Grönauer Feuerwehr 1998 Jubiläum feierte, schuf Schröder den Song „Gut Wehr“ und nahm ihn mit zwölf Kameraden in einem Kieler Tonstudio auf, zur WM 2006 in Deutschland schrieb er, inspiriert von einem Ausspruch Oliver Kahns, den Song „Wir brauchen Eier“. Und jetzt? Nun geht es ihm um seine geliebte Hansestadt.

Claus-Jürgen Schröder hat für die Lübecker 875-Jahr-Feier in zwei Jahren eine Ode an die Hansestadt geschrieben – Er will den Song in sieben Versionen von Country bis Punk einspielen – Hilfe erwünscht.

Den Song „Lübeck meine Hansestadt“ hat Schröder in zwei Versionen geschrieben – in einer hochdeutschen und einer plattdeutschen. Letztere Version brauchte Unterstützung, „denn Plattdeutsch muss grammatikalisch korrekt sein“, sagt der ehemalige Reedereikaufmann, der lange bei Finnlines tätig war. Also bat er die Fachleute Brigitte Fokuhl und Volker Holm

um Hilfe. Die Melodie zu dem Lied schrieb Twangys-Kollege Peter Loose (68), vielen Lübeckern bekannt als zünftiger Akkordeonspieler beim Presseball. „Es ist gar nicht so einfach“, sagt Loose, „denn solch eine Melodie muss einfach, aber eingängig sein.“

Entstanden ist eine volkstümliche Version, die der Passat Chor mit Chorleiter Stephan Fleck schon einmal probehalber gesungen hat und durchaus im Studio für eine CD einsingen würde. Doch das ist eine andere Geschichte.

Denn mit einem Lied gibt sich Claus-Jürgen Schröder nicht zufrieden. „Es gibt in Lübeck ein Sieben-Türme-Gericht – dann können wir auch sieben Versionen eines Liedes machen“, lautet seine Idee.

Denkbar wären beispielsweise eine Rock-, eine Pop-, eine Punk-, eine Country-, eine Klassik- und vielleicht ja sogar eine Techno-Version des Songs – Grenzen gebe es da keine. Bands, einzelne Musiker, Schulen oder Musikschulen sind aufgerufen, sich mit ihrer Version am Projekt zu beteiligen.

Kleines Problem: „Wir brauchen jemanden, der das koordiniert“, sagt Peter Loose. Denn obwohl Schröder und er die Initialzündung geben, fehlt ihnen die Zeit, die Sache komplett in die eigene Hand zu nehmen. Wer eine Idee hat, wie sich das Projekt realisieren lässt, wer selbst mit einer Version zu dem Projekt beitragen oder das Ganze koordinieren möchte, kann sich per E-Mail unter: peter.loose @t-online.de an Peter Loose wenden.

Es gibt noch eine zweite große Herausforderung: Natürlich soll im Studio rechtzeitig zur 875-Jahr-Feier 2018 eine CD aufgenommen werden. Schröder hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres die Possehl-Stiftung um Unterstützung für das Projekt gebeten. Vergeblich. Auch die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) hatte Schröder um Hilfe bei der Produktion einer CD gefragt. Die LTM verwies darauf, dass sie weder personell noch finanziell Kapazitäten für das Projekt habe, aber später gern die CD im Welcome-Center zum Verkauf anbiete.

Aber erst einmal geht es darum, möglichst viele Musiker für eine Version der Lübeck-Hommage zu begeistern – es wäre doch zu schade, wenn die Idee keine Unterstützung fände und die 875-Jahr-Feier der Hansestadt ohne „Lübeck meine Hansestadt“ gefeiert würde!

Refrain:

Lübeck meine Hansestadt, ich seh’ dich doch so gern,

ich sag’ Dir mal von Herzen was, fahr’ ich mal in die Fern’, dann fühle ich, mir fehlt da was, jetzt weiß ich, was das ist,

mir fehlt dann meine Hansestadt, die ich so sehr vermiss’!

In Lübeck wurde ich gebor’n, da steht mein Holstentor,

schon auf dem Fünfzig-DM-Schein kam es ganz groß

hervor.

In Lübeck sind wir stolz darauf, das ist allseits bekannt,

dass unser schönes Holstentor auf Münzen wurd’ gebannt!

Wir lieben unser Holstentor, die Trave und den Dom,

hier wo die Leute könn’ auch Platt, wo Hanseaten wohn’,

dort wo die alten Fahrensleut’ mit Koggen fuhr’n aufs Meer,

da liegt auch unsere Hansestadt, die ich so sehr verehr’!

Die Leute kennen Willy Brandt, sie kenn’ auch Thomas Mann,

der auch durch Lübecks „Buddenbrooks“ viel Anerkennung fand.

Doch da ist mehr, was man hier kennt, was Lübeck macht bekannt,

der Rotspon und das Marzipan und sonst so allerhand.

Lübeck meine Hansestadt . . .

 Sabine Risch

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