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Lübeck Ein Neuzugang in Lübecks Kunstszene
Lokales Lübeck Ein Neuzugang in Lübecks Kunstszene
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11:20 13.06.2016
Kunst prägt das Wohnzimmer Jörg Petersens genauso wie alle anderen Räume. Interessierte können sich zum Stöbern anmelden. Quelle: Maxwitat

Für die Modeunternehmen Versace, Boss und Marc Cain hat er gearbeitet, Naomi Campbell und Nadja Auermann hatte er vor seiner Linse. Von 1970 bis 1994 war Petersen in erster Linie Modefotograf, dann schwenkte er um, griff zum ersten Mal im Leben zu einem Pinsel und wurde Maler.

Jetzt, nach zwölf Jahren in Hamburg-Heimfeld, hat sich Petersen für die Lübecker Altstadt als Wohnort entschieden. „Weil ich Menschen, Kultur, Inspiration und einen Italiener um die Ecke haben möchte“, begründet der Künstler schmunzelnd seinen Umzug. In Heimfeld hätte es zu viel Grün und zu viele Rehe gegeben.

Seit Januar wohnt und arbeitet Petersen auf über 200 Quadratmetern in der Aegidienstraße 29. „Galerie und Atelier Jörg Petersen“ hat er seinen neuen Schaffensraum genannt – und er schafft viel. „Ich arbeite jeden Tag“, erzählt Petersen in seiner mit Bildern, Skulpturen und liebevollen Accessoires ausgestatteten Wohnung. Selbst Feiertage wie Weihnachten oder Ostern könnten ihn nicht abhalten. Wer Petersens Werkstatt sieht, der glaubt das leicht: Bild um Bild lehnt an den Wänden des kleinen, ans Wohnzimmer angrenzenden Raumes. Man findet Surrealismus, Realismus und Pop-Art. Neben dem Gemälde eines spanischen Eroberers mit den Augen des Schauspielers Klaus Kinski steht ein verfremdetes Gemälde Elisabeths I. – und wiederum ganz in der Nähe die realistische Darstellung einer Strand-Szene auf Kuba.

„Mit Pop-Art habe ich angefangen“, erzählt der in Kiel aufgewachsene Petersen. Seine eigenen Fotografien habe er als Pop-Art-Gemälde reproduziert. Mit Erfolg: Sie wurden und werden noch immer gekauft. Verkaufen möchte der preisgekrönte Künstler natürlich auch in Lübeck; und zwar mit einem besonderen Konzept: „Mein Atelier, meine Galerie und mein Wohnraum sind ein und derselbe Ort und jeder ist willkommen“, erklärt Petersen. Eine kurze Anmeldung solle genügen, um das Interieur des Künstlers zu begutachten – Kaffee oder ein Glas Wein natürlich stets inklusive.

Außerdem plant Petersen kleine Events mit ausgewählten Gästen. „Kunst und Kochen“ oder kurz „K und K“ möchte er diese Treffen nenne. Der Gastgeber sorgt für gute Bewirtung, und Gesprächsthema Nummer eins soll die Kunst sein. Unter www.joerg-petersen.de finden Interessierte Kontakt zu dem Neu-Lübecker.

 lj

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