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Lübeck Ein Traum von einer Stadt
Lokales Lübeck Ein Traum von einer Stadt
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21:12 07.07.2017

Viele Oldesloer interessierten sich für die Ideen der jungen Leute und beteiligten sich lebhaft an den Workshops, die sich speziellen Themen zuwandten. Nahezu alle Studenten schwärmten von der pittoresken Lage der Stadt, die von Wasser umflossen ist.

Studenten der FH Lübeck stellen Ideen vor, um Bad Oldesloe zu verschönern.

Anregungen begrüßt

Die 19 Studierenden des Studiengangs Architektur/Städtebau und Ortsplanung unter der Leitung von Prof. Frank Schwartze lassen die Anregungen der Bürger in ihre Konzepte einfließen.

Sie bedauerten aber, dass es Gebiete gibt, in denen die Flusslandschaft gar nicht hautnah erlebbar ist. Das müsste sich nach Ansicht der Studenten unbedingt ändern. So schlug eine Arbeitsgruppe vor, Stege ins Wasser sowie einen uferbegleitenden Rundweg anzulegen, der um die ganze Stadt herumführt. Als bislang noch nicht ausgeschöpftes Potenzial wurde zudem die Landzunge westlich vom Pferdemarkt genannt, die sich ideal als Strand zum Verweilen eigne. Von der Brücke aus sei die schöne Wassertreppe zu sehen, ein Weg führe aber nicht dort hin, hieß es.

Großen Handlungsbedarf sehen die Studenten vor allem im Norden der Stadt. Die Wegeverbindungen vom dortigen Bürgerpark in die Innenstadt zum Bürgerpark müssten verbessert und ein Areal fürs Stadtgärtnern angelegt werden. Zudem gebe es Gebäude wie das der Telekom, das nicht mehr genutzt werde und eine Öffnung der Stadt Richtung Norden blockiere.

Kritik übten die FH-Studenten an der unregelmäßigen Pflasterung in der Innenstadt. Sie müsse einheitlicher gestaltet werden, einschließlich des Marktplatzes, der ohnehin nicht als barrierefrei gelten könne. Für die Hagenstraße schlagen sie eine komplett plan verlaufende Ebene ohne Absätze und Bürgersteige vor, die sich Fußgänger, Radfahrer und Autos gleichberechtigt teilen. Der Busbahnhof würde demnach in Richtung Apotheke vorverlegt.

Einen etwas schweren Stand hatten die Studenten Adrian Macke und Aaron Memis. Ihr Vorschlag, den Parkplatz an der Hagenstraße zu bebauen, stieß auf heftigen Widerstand. „Damit killen Sie die Innenstadt“, sagte etwa der Oldesloer Lars Cornehl und legte dar, dass die Transportwege zu weit seien, wenn die Leute auf dem Markt einkaufen. Dieter Tabbert pflichtete ihm bei. „Die Hinweise sind für uns sehr gut und bringen uns weiter“, sagte Adrian Macke.

Letztlich zeigten sich jedoch alle Gäste begeistert von dem recht produktiven Nachmittag. „Ich habe die Diskussion als sehr wertig empfunden und würde mich freuen, wenn wir daran anknüpfen könnten“, lobte etwa Bauamtsleiter Thilo Scheuber.

 dvd

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