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Lübeck Ein Visionär geht von Bord
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20:16 03.03.2018
Dr. Raimund Mildner übergibt den Staffelstab an Dr. Frank Schröder- Oeynhausen. Quelle: Foto: Roessler
St. Jürgen

Im Multifunktionscenter auf dem Campus, an einem der drei Standorte, die seit Gründung des Technikzentrums Lübeck (TZL) 1986 unter seinen Fittichen entstanden waren, verabschiedete sich Mildner von Wegbegleitern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Lutz von Majewski, Vorsitzender des TZL-Aufsichtsrats, moderierte die symbolische Staffelstabübergabe. Seit der Einrichtung des ersten Büros vor 32 Jahren, so Majewski, habe Mildner inspirierende Ideen nach außen gebracht und Visionen umgesetzt.

Der stellvertretende Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums, Kurt-Christoph von Knobelsdorff, verriet, dass Mildner unter den Mitarbeitern in Kiel der Ruf vorauseile, „gewiefter“ als andere zu sein, Förderungen für das TZL – „eines der erfolgreichsten in Deutschland“ – durchzusetzen. Durch sein Wirken sei in Lübeck das Einmaleins der Wirtschaftspolitik „Innovation, Vernetzung, Neugründungen“ umgesetzt worden. Das belegen auch die Zahlen, die der IHK-Hauptgeschäftsführer und Vertreter des TZL-Gesellschafterkreises, Lars Schöning, als Fazit eines „bleibenden Lebenswerks“

Mildners nannte: 50000 Quadratmeter vermietbare Fläche, 150 Mieter, 300 begleitete Unternehmensgründungen, durch die 5000 Arbeitsplätze entstanden seien.

An den Nachfolger Schröder- Oeynhausen, Physiker und ehemaliger Geschäftsführer des Technologieparks Münster GmbH und der CeNTech GmbH, gewandt, sagte er: „Die Messlatte liegt hoch.“

Auch Björn Engholm, langjähriger Unterstützer des TZL, hielt Rückschau. Nach einer Reise einer IHK-Delegation zur schwedischen Universität Lund zum gerade gegründeten Technologiezentrum Mitte der 80er Jahre sollte diese Idee auch daheim neue Impulse geben. Das TZL sei zum „Nukleus einer für Lübeck damals unschätzbaren Entwicklung“ geworden mit dem Ziel, neben den großen, etablierten Lübecker Unternehmen junge Entrepreneure mit innovativen Ideen in der Hansestadt anzusiedeln. Mildner habe das als „Challenge Manager“ erreicht.

Zum Abschied überreichte sein Team Mildner eine Überraschung: „The Rest of the Best“, die letzte fehlende Platte in seiner Stones- Sammlung. Der „Kümmerer“, wie er selbst seine Aufgabe stets umschrieben hatte, schloss 32 Jahre TZL-Geschäftsführung ab: „Es war mir eine Ehre.“ Mit einem Dank an seine Wegbegleiter aus allen Bereichen des TZL ging der 65-Jährige in den „Unruhestand“, um nun auf Motorrad oder Segelboot den Spirit der Hanse in die Welt hinauszutragen: „Glück auf und tschüs!“

mat

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