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Lübeck Ein Vollblutpolitiker mit großem Herzen
Lokales Lübeck Ein Vollblutpolitiker mit großem Herzen
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20:32 17.05.2016

Er prägte das politische Leben in Lübeck und trug diese Stadt im Herzen. Der Sozialdemokrat Heinz Lund starb Anfang Mai nur wenige Wochen vor seinem 91.

Heinz Lund wäre am 31. Mai 91 Jahre alt geworden. Quelle: Maxwitat

Geburtstag.

Der Schrecken des Krieges brachte Heinz Lund in die Politik. An Palmarum 1942 erlebte er Lübeck als ein „Häusermeer, das ein Flammenmeer war“. Nach dem Krieg trieb ihn deshalb ein Gedanke an: „Dass die Stadt und der Staat wieder Fuß fassen können.“ Diesem Gedanken blieb er zeitlebens treu. Vor fast genau einem Jahr hatte Heinz Lund mit Familie und vielen Freunden seinen 90. Geburtstag in seinem Garten in Sereetz gefeiert. Björn Engholm charakterisierte seinen Parteifreund damals als einen „außerordentlich zuverlässigen und humorvollen Menschen, der äußerst raffiniert Politik betreiben konnte“. Ulrich Meyenborg, Lunds Nachfolger als Kultur- und Schulsenator, sah ihn „als sehr ruhigen Menschen, der seine Argumente immer gut abwog“.

Sozialer Ausgleich, Bildungschancen für alle und das menschliche Miteinander waren die Eckpfeiler seiner Politik, die Lund mit eher leisen Tönen, aber hartnäckig betrieb. Von 1962 bis 1978 saß Lund für die SPD im Kieler Landtag, von 1962 bis 1966 war er Mitglied der Lübecker Bürgerschaft. 1978 wurde er hauptamtlicher Schulsenator in Lübeck und blieb es bis 1990. Der SPD-Politiker, ausgezeichnet mit dem Verdienstkreuz und der Lübecker Universitätsmedaille, engagierte sich über 40 Jahre in der Arbeiterwohlfahrt.

tt

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