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Lübeck Ein Wellendach für den Flughafen
Lokales Lübeck Ein Wellendach für den Flughafen
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21:26 02.09.2017
So könnte das neue Terminal einmal aussehen. Wettergeschützt sollen die Passagiere die Flugzeuge erreichen können. Mit einer Konzeptstudie ist das Berliner Architekturbüro gmp beauftragt worden. Quelle: GRAFIK: GMP, REPRO: MALZAHN
St. Jürgen

 Die Pläne, Zeichnungen und dreidimensionalen Visualisierungen waren ebenso gefragte Hingucker wie die vielen Flugzeuge, Hub- und Tragschrauber oder Drachentrikes. Mehrere Tausend Menschen besuchten den Airport, um den 100. Geburtstag zu feiern, auf Rundflügen in die Luft zu gehen oder die kleinen und großen Flugzeuge aus nächster Nähe zu bestaunen.

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Einen „starken Bezug zur Region“ soll das neue Terminal bekommen, sagte Martin Hakiel vom Berliner Architekturbüro gmp, das unter anderem die Lübecker MuK, den Berliner Hauptbahnhof und weltweit etwa 80 Flughäfen geplant hat, darunter die neuen Terminals in Hamburg und den Flughafen Berlin-Brandenburg. „Entsprechend zur Ostseenähe sollen die Passagiere schon beim Anflug auf Lübeck merken, wo sie landen“, sagt der Architekt, dessen Büro die Planung in enger Kooperation mit der Flughafen-Architektin und Bauleiterin Lei Zhu durchführt. Für das Wellendach könne eine Stahlkonstruktion vorgesehen werden. „Momentan liegt der Auftrag für eine Konzeptstudie vor“, sagte Lei Zhu. Über etwaige Baukosten ließe sich deshalb noch nichts sagen. „Das wird ein Highlight“, schwärmte Friedel. „Das Besondere ist die Schönheit des Gebäudes.“ Dem Terminal solle eine Fluggastbrücke vorgelagert werden, so Friedel.

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Wettergeschützt soll der Zustieg in die Flieger gestaltet werden. Ob es via Blankensee (wieder) Linienflüge geben wird, war gestern nicht zu erfahren. Schon bald wolle die Firma Euroimmun nach Stöckers Angaben den Airport jährlich für etwa 50 Flüge mit Privatjets nutzen.

Gestern gab es viele Besuchermagnete, darunter die große Transall C160 der Bundeswehr. Am Heck konnten die neugierigen Besucher den dickbäuchigen Flieger besteigen und bis ins Cockpit gehen – ein beliebtes Fotomotiv und eine spannende Entdeckung auch für die jungen Besucher.

 Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) scherzte: „Vermutlich bin ich der einzige Bürgermeister der Welt, der ein und denselben Flughafen vier Mal verkauft hat.“ Während er am Boden blieb, wagte Kultursenatorin Kathrin Weiher (parteilos) einen Segelflug. Aber nicht in irgendeiner Maschine, sondern just in jener, die sie vorher zu einem fliegenden Denkmal erklärte, dem „Bergfalken II“ von Lufthansa-A380-Kapitän und Segelfluglehrer Claus Cordes. „Sie werden begeistert sein“, machte Cordes der Senatorin Mut. „Dann werde ich das mal machen“, entgegnete Weiher.

Bei Valentina Pascu von der Drachen-Trike-Flugschule konnten sich die Besucher über Schnupperkurse bis zur Ausbildung eines Drachen-Piloten schlau machen. Und bei der Flugschule Hohensee und dem Verein für Luftfahrt gab es viele Tipps rund um die Fliegerei. Luftverkehrs-Vereins-Pilot Marc Wischmann war mit einer Piper ein gefragter Mann. Geduldig erklärte er den Rundfluggästen alles rund um Start, Flug und Landung.

Feier geht weiter

Das Fest zum 100. Geburtstag des Flughafens geht heute bis 18 Uhr weiter. Angesagt haben sich unter anderem ein Spezial-Hubschrauber der Bundespolizei. „Wir verlosen auch noch Rundflüge“, sagt Flughafensprecherin Stefanie Eggers. Es gibt außerdem eine Jobmesse und einen Info-Stand zu Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr. Die Unternehmen Euroimmun und SLM-Solutions präsentieren sich den Besuchern.

 Rüdiger Jacob

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