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Lübeck Ein echter Porzellan-Profi Claudia Kurfürst hält Sprechstunde im Auktionshaus
Lokales Lübeck Ein echter Porzellan-Profi Claudia Kurfürst hält Sprechstunde im Auktionshaus
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21:17 20.10.2017
Claudia Kurfürsts Lieblingsstück des Auktionshauses. Das „Kurland“ der Manufaktur KPM aus Berlin. Sie schätzt den Wert des Sets auf etwa 5000 Euro. Quelle: Fotos: Max Von Schwartz

Drei Mal im Jahr besucht Claudia Kurfürst das Auktionshaus „Die Eiche“, um Auskunft über Porzellanwaren zu geben, oder kaputte Gegenstände zu reparieren.

Egal, ob zerbrochene Vase, oder altes Geschirr, was anscheinend nicht mehr zu säubern ist. Sie weiß, was damit zu tun ist. Zum bereits 39. Mal ist Claudia Kurfürst nach Lübeck gekommen, um alle Fragen rund um Porzellan zu beantworten.

„Viele Menschen kommen zu mir, um alte Dinge in Ordnung bringen zu lassen, oder um das Alter ihrer Porzellanwaren in Erfahrung zu bringen“, berichtet Kurfürst. Seit mittlerweile rund 13 Jahren kommt Kurfürst in das Auktionshaus, um sich den Fragen und Anliegen der Besucher zu stellen.

„Ich kümmere mich um alles aus Porzellan und Keramik, aber auch beispielsweise um Puppen“, erzählt Kurfürst. „Heute geht es vor allem oft um Erbstücke oder Gegenstände aus Haushaltsauflösungen.

Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit den Gegenständen umgehen sollen; oder wollen das Alter oder den Wert wissen, deshalb kommen sie zu mir“, fährt sie fort. Das älteste Objekt gestern war eine Tasse, die Kurfürst ins Jahr 1770 einordnet. „Die ältesten Gegenstände, die ich jemals hatte, waren rund 1000 Jahre alt, das waren chinesische Porzellanwaren.“

Ingrid Stadie hat zwei Hundefiguren ins Auktionshaus gebracht, die repariert werden sollen. Auf den ersten Blick stellt Claudia Kurfürst fest, dass diese Figuren aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg sind. Einer der Hunde ist ein Barsoi, ein Modehund der 30er Jahre, stellt Kurfürst fest. „In dieser Zeit wurden viele solcher Figuren hergestellt. Aber nicht viele haben den Krieg überstanden, deshalb sind gerade diese Barsoi-Figuren sehr gefragt.“ In einem sehr gutem Zustand kann solch eine Figur bis zu 500 Euro wert sein. Besitzerin Ingrid Stadie ist überrascht: „Ich hätte nie gedacht, dass die Figuren so alt sind, ich würde sie in die Fünfziger einordnen.“

Kerstin Keseberg ist ebenfalls ins Auktionshaus gekommen. Sie hat eine Kanne, deren Henkel abgebrochen ist. „Die Kanne war ein Geschenk meiner Mutter“, erzählt sie. Anfang März kommt Claudia Kurfürst wieder ins Auktionshaus, um sich um das Lübecker Porzellan zu kümmern.

mvs

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