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Lübeck Ein lang gehegter Traum wird wahr
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21:13 27.04.2017
Ministerin Kristin Alheit (r.) und GMSH-Chef Frank Eisoldt (2. v. l.) wurden beim ersten Spatenstich von einem FH-Team unterstützt. Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen
St. Jürgen

Die Umrisse des neuen Seminargebäudes sind schon mit Flatterband abgesteckt – so wie ein Landeplatz – wohl in der Hoffnung, dass es spontan via Helikopter im fertigen Zustand einschweben könnte. Denn nichts wird auf dem Campus der Fachhochschule sehnlicher erwartet als neue Raumkapazitäten. Der wichtigste Schritt, dass sie wirklich kommen, erfolgte am gestrigen Tag. Es war der Spatenstich, der symbolisierte, dass Worten auch Taten folgen werden und der Baubeginn nun definitiv besiegelt ist. Und selbst die Kieler Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) hob bei dem langersehnten Akt die ersten Erdkrumen mit aus.

Spatenstich für ein neues Seminargebäude auf dem Campus der Fachhochschule.

Glücksgefühle waren entsprechend bei der Hochschulspitze spür- und hörbar. „Rund sieben Jahre lang standen wir mit unserem bereits bewilligten Gebäude auf Platz zwei und schafften einfach nicht den Sprung in die Umsetzung“, blickte Dr. Muriel Kim Helbig, Präsidentin der FH, zurück, „und noch kurz vor knapp, vor zwei Wochen genau, wurden wir noch einmal gefragt, ob wir dieses Gebäude auch wirklich brauchen.“ Dass die Antwort mit dem „Ja, dringend!“ eindeutig ausgefallen sei, könne sich wohl jeder gut vorstellen. Eine Bemerkung, die FH-Kanzlerin Irene Strebl mit einem vehementen Nicken kommentierte.

9,13 Millionen Euro werden investiert, um bis zum Sommer des nächsten Jahres einen Bau mit genau 1538 Quadratmeter Nutzfläche entstehen zu lassen. Für Hörsäle, Seminarräume, Büros – unter anderem für die studentischen Gremien – sowie sogenannte Kommunikationsareale. „In dem neuen Seminargebäude können bis zu 694 Personen lernen und lehren“, erklärte Frank Eisoldt, Geschäftsführer des Gebäudemanagements Schleswig-Holstein (GMSH).

Dass das Vorhaben nun recht schnell vonstatten gehen könne, sei auf die Konzeption als Hybridgebäude zurückzuführen. „Das heißt, dass der Gebäudeflügel mit den Hörsälen in konventioneller Bauweise errichtet wird und der Flügel mit den Seminarräumen als Modulbau entsteht“, führte der GMSH-Chef aus. Großen Wert sei auf die technische Ausstattung gelegt worden – „denn nur so können wir unter anderem den wachsenden Medienbedürfnissen der Studierenden gerecht werden“, ergänzte Arieta Jahnke, FH-Abteilungsleiterin Technische Dienste.

Erleichterung sprach auch aus den Worten der Studierendenvertreter, Kathrin Emme und Martin Henze. „Die neuen Räume werden dringend benötigt. Denn Vorlesungen bis in die Abendstunden, Vorlesungen, in denen man stehen muss, und Klausuren, die auf mehrere Räume aufgeteilt werden müssen, bilden bei uns mittlerweile nicht mehr die Ausnahme, sondern schon die Regel“, sagte Emme.

Bis zum Sommer 2018 sollen nun zeitnah als kleine Übergangslösung zwei Container auf dem Campus aufgestellt werden.

Michael Hollinde

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