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Lübeck Ein neuer Chor für die Domgemeinde
Lokales Lübeck Ein neuer Chor für die Domgemeinde
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21:16 12.07.2018
Die gerade gegründete Domkantorei probt im Gemeindehaus am Mühlendamm. Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen
Innenstadt

Ursula Arlt (77) hat vor einem Jahr angefangen, in einem Chor zu singen – und freut sich, dass es jetzt in der Domgemeinde, der sie angehört, dieses neue Angebot gibt. „Erstens mal singe ich, um Gott zu ehren“, sagt sie. „Es macht so fröhlich, es macht so frei, und es fordert den ganzen Körper.“

Die Domgemeinde hat einen neuen Chor gegründet, die Domkantorei. Sie wird vor allem in Gottesdiensten auftreten. Sie soll auch den älteren Sängern des traditionellen Domchors eine neue Heimat bieten. Für den Domchor führt der neue Kantor demnächst eine Altersgrenze von 70 Jahren ein.

Viele der etwa 30 Mitglieder waren in der Singegruppe „Morgenlob“ aktiv. Sie bildet den Grundstock eines neuen Chors mit einstudiertem Repertoire und regelmäßigen Auftritten, vor allem im Gottesdienst. Mit der Neugründung nimmt Klaus Eldert Müller (51), der im März sein Amt als Organist und Kantor im Dom antrat, ein größeres Projekt in Angriff. „Die Chorarbeit muss sich neu aufbauen“, sagt er. Sorgen bereitet ihm vor allem die Überalterung des Domchors, der große Kantaten und Oratorien singt. „Wenn es ein Seniorenchor ist, hat man Schwierigkeiten, Nachwuchs zu finden“, sagt er. Er wolle verhindern, dass das Durchschnittsalter eines Tages über 70 liege. „Dann wären große Konzerte im Dom nicht mehr möglich.“

Altersgrenzen gab es auch für die Kirchenchöre in Dortmund und Oberhausen, die er vorher geleitet hat. Er habe damit gute Erfahrungen gemacht: „Es gibt klare Regeln. Das hat nichts mit dem Ansehen der Person zu tun. Das ist besser, als wenn man jemandem sagen muss: ,Es geht nicht mehr.‘“

Der Sing- und Spielkreis, ein Kammerchor, bleibt bestehen, so dass es jetzt in der Domgemeinde drei Chöre gibt. Die Domkantorei hat bisher – wie die meisten Laienchöre – einen deutlichen Frauenüberschuss. Das sei aber kein Problem, sagt Kirchenmusikassistent Fabian Luchterhandt (22). Es würden viele dreistimmige Sätze gesungen, was auch mit wenigen Männerstimmen gehe. „Das Repertoire richtet sich nach dem, was an Sängern da ist.“ Die Domkantorei probt donnerstags von 10 Uhr bis 11.30 Uhr im Gemeindehaus, Mühlendamm 2-6.

kab

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