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Lübeck Eine Chronik für Moisling und Buntekuh
Lokales Lübeck Eine Chronik für Moisling und Buntekuh
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20:44 04.10.2016

Woher kommt eigentlich der Name Buntekuh? Warum heißt Moisling Moisling? Und wie haben sich diese Stadtteile im Laufe der Zeit verändert? Maria Seier weiß es.

Lesenswert: Dr. Jan Lokers und Maria Seier mit dem neuen Buch. Quelle: Elisabeth Riedel

Die Historikerin hat sich mehr als acht Monate mit kaum etwas anderem beschäftigt. Jetzt stellte sie das Buch mit dem Titel „Moisling und Buntekuh mit den Ortschaften Genin, Niendorf, Reecke, Moorgarten und Padelügge“ vor. Herausgegeben wurde die Chronik vom Stadtarchiv – es ist das 25. Heft der Reihe „Kleine Hefte zur Stadtgeschichte“.

Nur wenige Lübecker Stadtbezirke haben in den letzten vier Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts einen so elementaren Wandel in Aussehen und Stellung durchgemacht wie die heutigen Stadtteile Moisling und Buntekuh. Das sei mit ein Grund gewesen, warum Maria Seier Gefallen an dem Thema fand. „Ich habe so viele Geschichten der Gegend aus den Archiven und der Stadtbibliothek gelesen. Viele davon sind sehr amüsant“, verrät sie. Aber es seien auch die Menschen aus den Stadtteilen gewesen, die ihr wichtige Hinweise gegeben haben. Trotzdem konnte sie auch einige neue Dinge herausfinden, beispielsweise die Herkunft der Namen. So leite sich der Name Moisling vom slawischen Wort „Myslia“ ab, was so viel bedeute wie Leute, Nachkommen oder Untertan. Neu sei für einige vor allem der Ursprung von Buntekuh. „Der geht nämlich auf einen Gutshof zurück, der im 17. Jahrhundert so genannt wurde“, weiß sie. Sie sei sicher, dass es für viele Bewohner der Stadtteile aber jede Menge weitere spannende Informationen und Geschichten zu entdecken gebe.

Auch Dr. Jan Lokers, Leiter des städtischen Archivs, ist froh, dass nun eine neue Chronik erschienen ist. „Das Heft liefert eine fundierte Darstellung der Entwicklung der Stadtteile vom Mittelalter bis in die jüngste Zeit – und ist sehr lesenswert.“ Es verleite zum Schmökern und Vertiefen in die Geschichte der Stadt. Begeistert ist auch Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer: „Diese Stadtteile bieten Wohnräume mit einem hohen Wohlfühlanteil, besonders Familien zieht es hierher.“ Auch in diesem Zusammenhang sei es für viele Einwohner interessant, Historisches aus ihrem Stadtteil herauszufinden. Sie habe das Buch jedenfalls verschlungen, sagte sie an die Autorin gerichtet. er

LN

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