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Lübeck Eine Modenschau zur Freisprechung
Lokales Lübeck Eine Modenschau zur Freisprechung
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22:12 29.08.2016
Stolz präsentiert Innungsobermeisterin Angela Ziemer (v. l.) die Prüfungsbesten Lilian Adam (Siegerin), Hanna-Theresa Debusson (2. Platz) und Ann-Kristin Dawid (3. Platz). Quelle: jac

Das gibt es auch nicht alle Tage: Zur Freisprechung der Änderungs- und Maßschneider-Azubis wünschte Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) den neuen Gesellinnen nicht nur Glück. Sie zückte auch eine Kamera, um die Gesellenstücke und die Modenschau der Nachwuchsschneider zu fotografieren. 15 Auszubildende hat die Landesinnung des Mode schaffenden Handwerks Schleswig-Holsteins freigesprochen.

Traditionell mit drei Hammerschlägen und den Worten „Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit“ sprach Obermeisterin Angela Ziemer die sechs Änderungsschneiderinnen und neun Maßschneiderinnen von ihren Rechten und Pflichten frei. „Ihre Prüfungsergebnisse sind überwältigend, bestaunenswert, ästhetisch und kreativ auf hohem Niveau“, schwärmte Schopenhauer. Einen Wermutstropfen gab es trotzdem. „Auch uns plagen die Nachwuchssorgen“, sagte Ziemer. Es sei nicht einfach, gegen die Akademisierung anzukommen. Zudem zählten Schneider nicht zu den besten Verdienern. Gefragt sei die Leidenschaft für einen Handwerksberuf, der aus einer langen Tradition gereift sei.

„Das Schöne ist, dass wir alles selbst machen können“, sagte Landessiegerin Lilian Adam. Die 20-Jährige, die in Timmendorf gelernt hat, überzeugte die Prüfer mit einem eleganten Blazer in Meeresblau und einem kurzen Overall aus sogenanntem George-Wollstoff. Beides trug die Prüfungsbeste auch gleich zur Modenschau. Mit einem langen Schurwoll- Cashmere-Mantel im Uniform-Stil machte Ann-Kristin Dawid den dritten Platz. Nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Indien entschied sich die 24-Jährige aus Bad Oldesloe gegen ein Religionsstudium und für die Ausbildung zur Schneiderin. „Mein größter Wunsch ist es, an einem Theater oder an der Oper zu arbeiten“, sagte Dawid.

Viele Absolventinnen wechseln in das Modemanagement oder in die Disposition im Einkauf großer Häuser. „Dort haben die Schneider entscheidende Vorteile“, sagte Ziemer, „sie haben ein fundamentales Detailwissen und kennen sich aus mit den Qualitäten von Stoffen.“

jac

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