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22:02 07.11.2017
Anstrengend, aber gemeinschaftsfördernd: Beim Probenwochenende verbrachten die Charivaris zwei Tage in der Parketthalle. Quelle: Foto: Felix König
St. Gertrud

Die große Herbsttournee liegt hinter den Charivaris, längst sind alle Artisten und Musiker wieder in der Schule. Und doch wirkt das Erlebnis noch nach. „Es gab große Tränen“, sagt Trix Langhans, „viele wären am liebsten weiter auf Tournee gegangen.“

Sie waren in den Niederlanden, in Luxemburg und in Saarbrücken, haben im In- und Ausland tolle Erfahrungen gemacht: die Kinder und Jugendlichen des Circus Charivari. Ihre Tournee „On the Go“ war nur durch einen 20000-Euro-Zuschuss der Sparkassenstiftung möglich.

19 junge Artisten, fünf Bandmitglieder, Bandleader Martin Herrmann sowie die Zirkuspädagoginnen Trix Langhans und Ea Paravicini waren zehn Tage unterwegs, um Gastspiele zu geben und Kontakte zu knüpfen. Allein schon die Fahrt in die Niederlande sei eine echte Herausforderung gewesen, so Langhans. „Wir standen stundenlang im Stau, haben abends irre gerödelt, obwohl alle müde waren. Die Jugendlichen sind über sich selbst hinausgewachsen.“

Bei ihrer Tournee machten die Charivaris ganz unterschiedliche Erfahrungen: Im niederländischen Amersfoort waren alle in einem Raum in beengten Verhältnissen untergebracht, doch der Austausch mit den niederländischen Zirkuskindern und deren Eltern sei klasse gewesen. „Wir sind ja eine integrative Zirkusgruppe“, sagt Trix Langhans, „ein Junge mit Down-Syndrom war mit auf Tournee.“ Von den niederländischen Eltern seien die Lübecker darauf sehr interessiert angesprochen worden, denn dort gibt es bislang nur getrennte Gruppen.“ Luxus erwartete die Lübecker Artisten und Musiker hingegen im luxemburgischen Mersch – tolle Unterbringung in 15 Zimmern des Internats, tolle Technik. „Die Zirkusschüler dort waren erst sehr kritisch, aber später begeistert. Beim gemeinsamen Training haben wir tolle Kontakte geknüpft.“

In Saarbrücken, der letzten Station von „On the Go“, fanden die Lübecker Zirkuskinder wieder sehr beengte Verhältnisse vor – dafür seien der Austausch, die Arbeit mit Flüchtlingen und die Abschlussvorstellung mit 100 Zuschauern „ein Wahnsinns-Erlebnis“ gewesen. Wie die gesamte Tournee, auf die sich der Lübecker Jugendzirkus intensiv vorbereitet hatte. Kurz vor den Herbstferien hatten die Artisten und Musiker zwischen zwölf und 17 Jahren noch ein ganzes Probenwochenende in der Parketthalle des Sportvereins 1876 an der Travemünder Allee verbracht – mit gemeinsamer Übernachtung. Für Josefine Rudloff (16), Sprecherin der Artisten und seit acht Jahren Teil von Charivari, war es bereits die zweite Tournee. Sie macht nicht nur Seil- und Partnerakrobatik, sondern turnt auch in einer Nummer an Vertikaltüchern. Josefine hatte schon am Probenwochenende gesagt, sie freue sich auf die Tournee, von der sie wusste: „Diesmal wird es anders, weil die Gruppe anders ist.“ Neue Kollegen, neue Eindrücke, neue Kontakte: „On the Go“ brachte den Jugendlichen und ihren Trainerinnen eine Menge.

Ohne die 20000 Euro der Sparkassenstiftung hätte der Trip wohl so nicht stattfinden können. Unter anderem wurde von dem Geld der Busfahrer bezahlt, der die Truppe zehn Tage lang begleitete, zudem hatten die Charivaris noch Rollmatten angeschafft, damit sie jederzeit flexibel proben können. „Solche Ausgaben“, sagt Trix Langhans, „können wir nicht immer nur den Eltern zumuten.“

Nachgefragt

Im Jubiläumsjahr der Sparkasse zu Lübeck hatte die Gemeinnützige Sparkassenstiftung insgesamt 200000 Euro für Projekte von Vereinen und Verbänden ausgelobt. Die zehn Gewinner wurden letztlich durch Abstimmung auf LN-Online und per Postkarte gesucht.

Jetzt, ein paar Monate später, fragen wir nach, wie die Gewinner das Geld angelegt haben und wie die ausgewählten Projekte laufen. Wir starten mit dem ersten Platz.

M. Gerke und S. Risch

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