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Lübeck Eine Straßenwalze für das Seebadmuseum
Lokales Lübeck Eine Straßenwalze für das Seebadmuseum
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20:34 02.06.2017
Sie weihen die Walze ein: Dr. Hans Hagelstein (v. l.), Reiner Kunkel und Siegfried Austel. Quelle: Foto: Saskia Bücker

Alte Badeanzüge von 1900, Modelleisenbahnen für Nostalgiker, der alte Handkarren eines Flüchtlings von 1944 – im Seebadmuseum haben viele Besucher am Freitag die dort liebevoll ausgestellte und rekonstruierte Heimatgeschichte Travemündes für sich entdeckt.

„Wir haben ein kleines, aber feines Museum“, sagt Siegfried Austel (79), der die Ausstellung vor zehn Jahren mit aufgebaut hat. Anlässlich des Jubiläums wird der Erinnerungsort um ein Kultobjekt reicher: Im Außenbereich steht jetzt eine knallrote Straßenwalze des ehemaligen Maschinenfabrikbesitzers Alfred Hagelstein von 1964. „Es war uns ein Anliegen, die Historie der Maschinenfabrik und Schiffswerft in unseren Räumen darzustellen“, sagt Austel. Bis in die 1980er Jahre war die unter dem Namen „Hatra“ bekannte Fabrik ein wichtiger wirtschaftlicher Standort für die Region. „Bis zu 1000 Mitarbeitern hat die Firma damals beschäftigt“, sagt der Sohn des ehemaligen Fabrikbesitzers, Dr. Hans Hagelstein (66). Am Freitag stößt er mit Austel auf den Einzug der symbolträchtigen Straßenwalze an. „Alfred Hagelstein war ein sehr guter und sozialer Arbeitgeber“, erinnert sich Austel.

Das kann Museumsbesucherin Margrit Meyer nur bestätigen. Die 77-Jährige war über zehn Jahre als Buchhalterin in der Firma beschäftigt. Bei einer Ausstellungsführung von Austel will Meyer ihm ihr altes Stiftungsbuch für die Ausstellung überreichen. „Hagelstein hat für alle gesorgt“, sagt sie.

Das Seebadmuseum wird von den 300 Mitgliedern des Heimatvereins Travemünde unterhalten – auf ehrenamtlicher Basis. „Wir sind auf Spenden und Unterstützung von außen angewiesen“, sagt Austel. Er hofft auf mehr Leute, die Lust haben, sich zu engagieren. Laut seinen Angaben werfen im Jahr rund 2000 Besucher einen Blick ins Museum.

sbu

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