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20:24 01.09.2016
Kai Hamdorf arbeitete von 2010 bis 2013 im Amtsgericht. Quelle: Privat

Für Kai Hamdorf ist die Ernennung zum Richter am Bundesgerichtshof eine ganz besondere Ehre. Im Bundesministerium für Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) wurde der 43-Jährige gestern offiziell ins Amt berufen. Am höchsten deutschen Instanzgericht in Karlsruhe wird der gebürtige Hamburger ab sofort im fünften Zivilsenat für Grundstücksrecht und Wohnungseigentum Entscheidungen treffen. „Eine anschauliche Materie mit einer enormen wirtschaftlichen Bedeutung“, sagt Hamdorf.

Hamdorf wohnt seit 2009 in Lübeck und war von Oktober 2010 bis Januar 2014 als Zivilrichter am Amtsgericht tätig. Er freue sich darauf, zukünftig mit bundesweit bedeutsamen Verfahren vertraut zu sein. „Ich mag es, mich daran zu orientieren, was die richtige Entscheidung ist“, sagt Hamdorf. Dass er diese Leidenschaft bald auf bundesweiter Ebene ausüben kann, erfüllt den 43-Jährigen mit Stolz.

Zuletzt war Hamdorf sieben Monate am Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht als Richter für Insolvenz- und Gesellschaftsrecht tätig. „Schon dort war es spannend, mit Kollegen über rechtliche Fragen zu diskutieren“, sagt Hamdorf. Das hohe Niveau dieser Debatten mache einfach Spaß.

Bis zur Ernennung zum Richter am Bundesgerichtshof beschritt Hamdorf einen langen Weg der juristischen Laufbahn. Nach dem Abitur am Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Halstenbek studierte er Rechtswissenschaft und Soziologie an den Universitäten in Freiburg und Uppsala. 1999 legte er das Staatsexamen in Freiburg ab, 2002 folgte die Promotion. Nach der Großen Juristischen Staatsprüfung 2003 trat Hamdorf zwei Jahre später in den Dienst der schleswig-holsteinischen Landesjustiz.

„Man hängt schon am Norden“, sagt Hamdorf, der sich mit seiner Frau und seinem Sohn in der Hansestadt sehr wohl fühlt. Die Familie bietet dem 43-Jährigen Halt bei der Bewältigung der neuen Herausforderung. Die Stadt Karlsruhe ist Hamdorf hingegen schon länger bekannt. Für eine wissenschaftliche Mitarbeit beim Bundesverfassungsgericht pendelte der Richter zuletzt zweieinhalb Jahre lang zwischen Lübeck und Karlsruhe.

Am Bundesgerichtshof sind aktuell neben der Präsidentin 128 Richterinnen und Richter tätig, darunter 17 vorsitzende Richterinnen und Richter.

cb

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