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Lübeck Einfach weg: Über 300 Menschen im Norden gelten als vermisst
Lokales Lübeck Einfach weg: Über 300 Menschen im Norden gelten als vermisst
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00:00 14.10.2012
Lübeck

Die Zahl ist alarmierend: 309 Menschen gelten in Schleswig-Holstein als vermisst, spurlos verschwunden von einem Tag auf den anderen. Bei 147 von ihnen handelt es sich um sogenannte Langzeitvermisste, sieben von ihnen Kinder. Vor allem Kindesentführungen ins Ausland durch einen Elternteil nehmen immer mehr zu, sagt der Segeberger Lars Bruhns,Vorsitzender der Elterninitiative für vermisste Kinder. In Schleswig-Holstein gehen pro Jahr etwa 5000 Meldungen über vermisste Personen bei der Polizei ein. Heike Bredfeldt-Lüth, Sprecherin des Landeskriminalamtes in Kiel, betont jedoch, dass diese hohe Zahl auch durch „Dauerausreißer“ zustande komme oder auch Kinder und Jugendliche, die nicht nach Hause kommen wollen. Es gibt aber auch Fälle, bei denen das anders ist. Einer der bewegendsten Fälle im Norden ist das Verschwinden der elfjährigen Seike Sörensen aus dem nordfriesischen Drelsdorf. Das Mädchen war am Mittag des 5. August zu einem Besuch bei ihrer Oma aufgebrochen, wo sie nie ankam. Was auf dem Weg von ihrem Elternhaus zur Wohnung der Großmutter geschehen ist, weiß bis heute niemand, das LKA geht aber von einem Kapitalverbrechen aus. Dies gelte jedoch nicht für alle Langzeitvermissten, betont Bredfeldt-Lüth. Ein Grund für das Verschwinden von Kindern sei auch die Entführung durch eines der Elternteile ins Ausland. Nach Angaben von Lars Bruhns von der Elterninitiative komme das immer häufiger vor. Bundesweit seien zurzeit rund 500 solcher Fälle bekannt. Selbst wenn das für die Entführung verantwortliche Elternteil nicht erziehungsberechtigt ist, könnten die Behörden nur wenig unternehmen, insbesondere wenn es sich um Nicht-EU-Länder handele. Doch auch Erwachsene verschwinden spurlos. Klara K. (68, vermisst seit 16. Juni 1993) und Ruprecht O. (84, vermisst seit 7. November 2001) aus Lübeck gehören zu ihnen. Ebenso wie Wolfgang K. aus Hamburg-Ohlstedt, der zuletzt am 9. Juli 2005 auf dem Rasthof Neustädter Bucht an der A 1 gesehen wurde. Einen Tag später wurde der BMW des 44-Jährige elf Kilometer entfernt gefunden, darin Papiere, Kreditkarten und die Brille des Familienvaters. Von K. selbst fehlt bis heute jede Spur. „Die Akte ist nicht geschlossen“, betont Sonja Kurz, Sprecherin der Polizei in Ratzeburg. Der Fall von Wolfgang K.sei aber überaus mysteriös: , räumt Sonja Kurz ein.„Es ist, als hätte es den Mann nie gegeben.“ Ausführliche Berichte lesen Sie heute in den LN

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