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Lübeck Einsatz im Mittelmeer für Fregatte „Lübeck“
Lokales Lübeck Einsatz im Mittelmeer für Fregatte „Lübeck“
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20:36 16.08.2017
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Lübeck/Wilhelmshaven

Die Fregatte „Lübeck“ sticht wieder in See. Das Marineschiff wird ihren Heimathafen Wilhelmshaven am 21. August verlassen und in den kommenden Monaten als Teil eines Nato-Verbandes in der Ägäis patrouillieren „Unser Hauptauftrag ist es, die griechischen und türkischen Behörden sowie die europäische Grenzschutzagentur Frontex zu unterstützen“, sagt der Kommandant der „

Lübeck“, Fregattenkapitän Matthias Schmitt (42). Illegale Flüchtlingsbewegungen sollen kontrolliert und unterbunden werden. „Meine Besatzung geht dabei hoch motiviert und gut vorbereitet in diesen Einsatz“, sagt der Kommandant. Anfang September wird die „Lübeck“ das Seegebiet vor der türkischen Küste erreichen und dort die Fregatte „Brandenburg“ ablösen. Die Besatzung wird voraussichtlich Mitte November nach Wilhelmshaven zurückkehren. Die „Lübeck“ ist Teil des Nato-Verbandes „Standing Nato Maritime Group 2“. Er operiert vor allem im Mittelmeer, kann bei Bedarf aber sofort in andere Krisengebiete verlegt werden.

Eigentlich war das Ende des fast 30 Jahre alten Marineschiffes, das 1987 gebaut und 1990 in Dienst gestellt wurde, bereits ausgemacht. Ende 2017 sollte die Fregatte „Lübeck“, Patenschiff der Hansestadt, ausgemustert werden. Da die Nachfolgeschiffe nicht rechtzeitig fertig wurden, entschied das Bundesverteidigungsministerium 2015 die „Lübeck“ noch bis 2021 weiter über die Weltmeere schippern zu lassen. Die Ausmusterung hatte in der Patenstadt politische Aktivitäten ausgelöst. Die Bürgerschaft hatte beschlossen, dass Lübeck sich um die Patenschaft für ein Nachfolgemodell bemühen sollte. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) und die CDU-Bundestagsabgeordnete Alexandra Dinges-Dierig schrieben Briefe an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Die Erfolgsaussichten für die Travemetropole waren aber gering. Denn das Verteidigungsministerium hatte längst beschlossen, die nächste Generation der Fregatten mit Ländernamen zu versehen.

In einer Werft in Wilhelmshaven wurde die „Lübeck“ 2016 für einen zweistelligen Millionenbetrag generalüberholt. Sie wurde komplett entkernt, die beiden Dieselmotoren wurden ersetzt. Insgesamt war die Fregatte bis Oktober 2016 neun Monate lang in der Werft. In ihrer Patenstadt war die „Lübeck“ zuletzt im März 2017.

LN

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