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Lübeck Eisbahn: Riesiges Zelt auf dem Markt
Lokales Lübeck Eisbahn: Riesiges Zelt auf dem Markt
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08:15 11.01.2018
Eisbahn-Betreiber Ulfert Georgs fasst selbst mit an und rollt eine Plane über den Schwerlastboden. In wenigen Tagen trägt der Boden 30 Tonnen Eis auf 700 Quadratmetern. Quelle: Lutz Roessler
Innenstadt

Das Aluminium-Gestell mit Dachstuhl sieht schon gewaltig aus. Bei einer Größe von 50 mal 20 Metern kein Wunder. 700 der 1000 Quadratmeter sind für Lübecks erste überdachte Eisbahn gedacht. „Das ist die größte mobile Eisbahn Norddeutschlands“, sagt Ulfert Georgs, der seit 25 Jahren mit seiner Neustädter Firma Georgs Event Großveranstaltungen ausrichtet und auch die Eisbahnen in Eutin und Scharbeutz betrieben hat.

Noch ist kein Eis zu sehen, doch dafür steht ein 1000 Quadratmeter großes Zelt auf dem Markt. Am Dienstag hat die Zeltbaufirma Holtmann-Burgdorf mit dem Aufbau der überdachten Eisbahn und der österreichischen Almhütte begonnen, nächste Woche soll alles fertig sein.

Während der 52-jährige Chef erzählt, was ihn erstmals mit seiner Eisbahn nach Lübeck brachte, ist ein Hämmern und Klopfen zu hören. Zehn Mitarbeiter der Glückstädter Firma Holtmann-Burgdorf haben den Schwerlastboden verlegt, erste Wandpaneele im Bereich der österreichischen Almhütte angebracht. Jetzt geht es darum, die riesigen, durchsichtigen Poly- Planen Bahn für Bahn über den Dachstuhl zu ziehen. Ein Mitarbeiter sitzt in einem kleinen Gabelstapler und zieht mittels zweier Seile, auf der gegenüberliegenden Seite sorgen mehrere der rumänischen und polnischen Zeltbauer dafür, dass die Plane sich nicht verhakt. „Stop!“ ruft Andrzej Sus (48), der Mann im Gabelstapler: Irgendwas hat sich nun doch verhakt. Die Männer in 20 Metern Entfernung geben ihr Bestes, um die Plane so zurechtzuziehen, dass sie glatt übers „Gebälk“ aus Aluminium rutscht. „Die kennen ihr Geschäft, die machen das in ganz Deutschland“, sagt Georgs.

Der Eisbahn-Betreiber ist ziemlich kurzfristig nach Lübeck gekommen. „Mir ist zu Ohren gekommen, dass der vorige Betreiber das nicht mehr machen wollte, da habe ich mich in Lübeck gemeldet.“ Gerade für die Lübecker Kinder, meint Georgs, sei es ja schade gewesen, „wenn sie dieses Jahr keine Eisbahn gehabt hätten.“ Dass er – wie von LTM-Chef Christian Martin Lukas zu hören war – ein sehr gutes Angebot machen konnte, begründet Georgs mit seinem Netzwerk: „Durch die vielen Großveranstaltungen kenne ich die ganzen Gewerke und die Zeltbauer – da bekomme ich gute Konditionen.“

Inzwischen nimmt das Dach der Eisbahn mehr und mehr Gestalt an. Kommenden Dienstag, spätestens Mittwoch, soll Eis gemacht werden. Auf die Schwerlastböden kommt zunächst eine Styroporschicht, dann werden mehrere Kilometer Schläuche verlegt, in die Glykol geleitet wird. Zwei Aggregate sorgen dafür, dass aus Wasser Eis wird. Stolz ist Georgs auch auf die neben dem Schlittschuh-Verleih angesiedelte Almhütte, die aus Österreich kommt und typische Heiß- und Kaltgetränke anbietet. „Der Raum wird beheizt, das Ganze erhält eine Après-Ski-Atmosphäre.“ Draußen vor dem Eisbahn-Zelt werden Gastronomiestände aufgebaut. Neben Bratwurst, Süßem und Burgern gibt es auch Pommes – „aus frischen Kartoffeln und mit Dips“.

Die eislaufverrückten Kids dürfte das weniger interessieren. Für sie ist wichtig, dass sie nach der Eröffnung am Freitag, 19. Januar, 17 Uhr, wieder übers glatte Eis gleiten können – und das auf dem Markt und ohne nass zu werden.

Zeiten und Preise

Geöffnet ist die Eisbahn montags bis freitags von 14 bis 19 Uhr, sonnabends von 10 bis 20 Uhr, sonntags von 11 bis 20 Uhr; montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr ist sie für Schulklassen und Kindergärten reserviert.

Die Eintrittspreise pro Stunde betragen drei Euro für Erwachsene, 2,50 Euro für Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren. Leihschlittschuhe kosten drei Euro pro Stunde.

 Sabine Risch

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