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Lübeck Eisbahn, Wichtelwald und Atmosphäre
Lokales Lübeck Eisbahn, Wichtelwald und Atmosphäre
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11:02 14.12.2017
Hereinspaziert! Die zweijährige Lucy kann von den Hütten im Wichtelwald nicht genug bekommen. Immer wieder erkundet sie neue Häuschen. Zwischendrin hat sie schon Elche und deren Kinder „gefüttert“. Quelle: Fotos: Felix König
Innenstadt

Regen, gerade einmal zwei Grad plus: Da traut sich nur die fünfjährige Anna Luisa auf die Eisbahn. Es ist ihr vierter Besuch bei den „Pinguinen“, die die Kinder vor sich herschieben können. Charlotte Seipel, bekannt als Travemünder Strandkorbvermieterin, verleiht jetzt Schlittschuhe und verkauft Eintrittskarten. „Es ist noch ein bisschen früh – die meisten Kinder kommen so ab 15 Uhr“, sagt sie – und behält Recht: Ab 15 Uhr füllt sich die Eisfläche mit kleinen und etwas größeren Kufenfreunden. Ob auf der Eisbahn am Hansemuseum mehr oder weniger los sei als an der Obertrave, vermag sie nicht zu sagen: „Ich habe auf alle Fälle viele bekannte Gesichter aus den Vorjahren hier gesehen.“ 30 bis 40 Eislauf-Gäste pro Tag seien es unter der Woche, „an den Wochenenden sind es deutlich mehr“.

Es ist eine Premiere mit den üblichen Anfangs-Wehwehchen: das Weihnachtswunderland, das von der Obertrave zum Hansemuseum umgezogen ist. Dennoch sind die Veranstalter zufrieden und setzen darauf, dass sich die schöne Atmosphäre herumspricht. Es ist ein Geheimtipp für Familien.

Ein Anziehungspunkt für Familien mit kleinen Kindern ist der Wichtelwald im Innenhof des Hansemuseum. Lucy (2) erkundet alle Wichtelhütten, besonders angetan hat es ihr die Disco-Hütte. „Beim ersten Mal haben wir zweieinhalb Stunden hier verbracht“, erzählt Lucys Mutter Nina Heeschen (37) lachend, „dabei wollten wir eigentlich zur Eisbahn.“ Ihr gefällt es gut hier am Hansemuseum, „der Umzug war eine super Sache“. Ihre Bekannte Tanja Gellendin (32), die mit Sohn Leo (2) da ist, sieht es etwas anders: „Ich fand es an der Obertrave schöner, ich hätte mir mehr für Kinder gewünscht, gerade beim Speisenangebot.“

Oben auf der Dachterrasse herrscht bei diesem unfreundlichen Wetter gähnende Leere. Lediglich am „Wintermarkt“, einem Stand mit Kleinigkeiten aus dem Shop des Hansemuseums, schauen sich Susanne (49) und Wolfgang Benecke (55) ein paar Kleinigkeiten an. „Es ist schön gemacht“, sagt Susanne Benecke, „mit Kindern ist es bestimmt toll hier.“

Christian Martin Lukas, Geschäftsführer des Lübeck und Travemünde Marketings, zieht eine positive Bilanz. Der Markt sei sehr schön geworden, nur: „Man findet nicht ad hoc hierher.“ Doch das müsse und werde sich einspielen, ist er überzeugt und freut sich schon aufs nächste Jahr. Dr. Felicia Sternfeld, Direktorin des Hansemuseums, spricht von einem „Erfolgsmodell“. Besonders abends und am Wochenende sei das Museumsgelände sehr belebt. „Auf unserer Dachterrasse hat man nicht nur einen außergewöhnlichen Platz, um die weihnachtliche Stimmung zu genießen, sondern bekommt auch ein Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt, das thematisch an das Museum anknüpft.“ Es sei „eine sehr gelungene Kooperation“.

Das Programm

Einen lebendigen Adventskalender gibt es noch bis zum 23. Dezember auf der Dachterrasse – mit Programm für die ganze Familie, täglich um 16 Uhr, freitags und sonnabends um 17 Uhr, Eintritt frei. Heute um 16 Uhr ist eine Mönchsführung angesagt, am Freitag um 17 Uhr sorgen Binks & Friends vom Spielwiese Kollektiv für Lounge-Atmosphäre, am Sonnabend um 17 Uhr ist Live-Musik geplant.

„Eine Weihnachtsgeschichte“, den Klassiker von Charles Dickens, liest Manfred Upnmoor am Mittwoch, 20. Dezember, im Beichthaus. Zur gemütlichen Lesung gibt es wärmende Getränke und weihnachtliche Leckereien. Eintritt sieben Euro, ermäßigt fünf Euro. Kartenreservierung unter: invitation@hansemuseum.eu.

Leider schon ausgebucht ist die letzte Weihnachtsbäckerei mit Konditor Aurèle Uter am Sonntag.

 Sabine Risch

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