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Lübeck Eislaufen unterm Lichternetz
Lokales Lübeck Eislaufen unterm Lichternetz
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23:53 10.01.2017
Zwei Schichten Eis will Dominik Glas (22) bis Freitag noch machen, dann kann es losgehen. Ein bisschen Wasser obendrauf, während unterm Eis Kühlschläuche für die richtige Temperatur sorgen. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Innenstadt

Na, das ist doch was: Die meist trüben Wintertage im Januar und Februar werden – zumindest für Freunde flinker Kufen – die nächsten fünf Wochen lang deutlich erhellt. Auf dem Markt wird nämlich die Eisbahn errichtet.

Gestern Nachmittag sah es fast so aus, als könne es jeden Moment losgehen. „Es sind nur noch Kleinigkeiten zu machen“, sagt Dominik Glas von der Firma Interevent, die schon reichlich Erfahrung im Auf- und Abbau der Eisbahn hat. Während drinnen im Zelt die blauen Schlittschuhe nach Größen sortiert werden und draußen Henrik Schröder von der Gärtnerei Köhler mit einer Mitarbeiterin 40 Kubikmeter Buchenholz-Hackschnitzel im Gastronomiebereich verteilt, schaut Glas nach den so wichtigen Aggregaten, die aus Wasser Eis machen. „Es sieht schon gut aus“, sagt er, „bis Freitag werde ich wohl nur noch zwei Schichten machen.“ Sieben Zentimeter hoch soll das Eis bis dahin sein. Insgesamt werden dafür 49 000 Liter Wasser gebraucht – so viel, wie laut Stadtwerke-Chef Jürgen Schäffner ein Ein-Personen-Haushalt im Jahr braucht. Transportiert wird das Wasser für die 700 Quadratmeter große Bahn in insgesamt 42 Kilometer langen Kühlschläuchen.

Erneut zeichnet das Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) als Veranstalter für die Eisbahn verantwortlich. „Ich freu mich total, jetzt geht es schon wieder los“, sagt LTM-Chef Christian Martin Lukas.

Gerade in einer veranstaltungsarmen Zeit sei es wichtig, diesen Anziehungspunkt zu schaffen. Die Stadtwerke sponsern den kompletten Strom – Lübeck-Strom, der in heimischen Blockheizkraftwerken produziert wird, die Possehl-Stiftung gibt 25 000 Euro. „Ein beliebtes Event“, sagt Jürgen Schäffner, das die Stadtwerke gern mit ermöglichten. Ohne die Sponsoren, das macht Lukas deutlich, sei die Eisbahn nicht machbar. Und überhaupt: „Ohne große Partner geht im Tourismus fast nichts mehr.“

Los geht es am Freitag um 17 Uhr mit Tanz und Akrobatik auf dem Eis, im Anschluss wird ein Fontänen-Feuerwerk gezündet, bevor es bis 21 Uhr heißt: Bahn frei – und zwar kostenlos für jedermann. Im Rahmen der Aktion „Plötzlich 30“ anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Unesco-Weltkulturerbe“ haben alle 30-Jährigen sogar generell freien Eintritt zum Eisvergnügen. Für alle anderen gibt es unter www.swhl.de/luebsch eine Ermäßigung von einem Euro.

In den nächsten fünf Wochen gibt es einiges an Action auf dem Eis: Am Dienstag, 24. Januar, stehen vormittags wieder die „Stadtwerke Eisspiele“ für Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen an.

Ganztägig kostenloses Eisvergnügen gibt es am Freitag, 3. Februar, montags bis freitags von 8 bis 10 Uhr können Schulklassen die Eisbahn nutzen. Hierfür ist allerdings eine vorherige Anmeldung erforderlich. Mittwochs von 19 bis 21 Uhr können Gruppen von mindestens acht Personen sich mit Eisstockschießen vergnügen. Kosten: 60 Euro für eine halbe Stunde. Alle Anmeldungen, also auch für Schulklassen, unter der Telefonnummer 01 78/149 85 65. Wer sich nach der Arbeit noch ein wenig auspowern möchte, ist donnerstags von 17 bis 19 Uhr zur After-Work-Lounge willkommen, während sonnabends von 13 bis 21 Uhr Eisdisco angesagt ist.

Auch wer sich nicht aufs Eis wagt, kommt auf seine Kosten, denn am Rand wird – winterlich dekoriert – eine kleine, aber feine Gastronomiemeile aufgebaut.

 Sabine Risch

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