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Lübeck Elbe-Lübeck-Kanal nimmt weitere Hürde
Lokales Lübeck Elbe-Lübeck-Kanal nimmt weitere Hürde
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22:12 04.08.2016
Die Zahl der Schiffe und die Ladungsmenge sinken seit Jahren.

Der seit Jahrzehnten von der Wirtschaft in der Region geforderte Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals ist einen Schritt weiter. Das Bundeskabinett hat den Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossen. Darin steht der 62 Kilometer lange Wasserweg von der Elbe nach Lübeck im vordringlichen Bedarf. 838 Millionen Euro sollen in den Ausbau von Kanalbett, Schleusen und Brücken fließen.

„Das ist ein weiterer, wichtiger Zwischenschritt“, sagt Rüdiger Schacht, Geschäftsführer Standortpolitik der Industrie- und Handelskammer (IHK). Jetzt müsse der Beschluss des Bundestages im Herbst abgewartet werden. Die Streiter für den Kanal wollen Anfang September auf einer Veranstaltung mit den hiesigen Bundestagsabgeordneten eine „Lauenburger Erklärung“ verabschieden.

Der Nautischer Verein Lübeck nimmt die Entscheidung des Bundeskabinetts mit Befriedigung auf. „Jetzt ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, dass sowohl in der Landesverwaltung Schleswig-Holstein wie auch in der Bundesverwaltung die notwendigen personellen Kapazitäten für eine rechtzeitige Bauplanung geschaffen werden, damit der Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals zeitgerecht begonnen werden kann“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Nautischen Vereins Lübeck, Wolfgang Pistol. Die IHK fordert, dass in den Wasser- und Schifffahrtsämtern qualifizierte Ingenieure eingestellt werden.

„Jetzt kommt es darauf an, die Finanzierung des Ausbaus im Wasserstraßenausbaugesetz und in den kommenden Haushaltsberatungen sicherzustellen“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD), „Das wird angesichts vieler Konkurrenzprojekte ein Kraftakt.“ Umso wichtiger sei die starke Unterstützung des Projekts durch die regionale Wirtschaft.

dor

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