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Lübeck Endgültig: Stadt verzichtet auf das Containerdorf
Lokales Lübeck Endgültig: Stadt verzichtet auf das Containerdorf
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20:12 13.07.2016

Die Hansestadt wird die Landeseinrichtung für Flüchtlinge auf dem Volksfestplatz nicht übernehmen. Das hat Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) gestern im Senat entschieden. Das Land hatte der Stadtverwaltung das Containerdorf angeboten, um eine Unterbringung von Flüchtlingen in teuren Notunterkünften zu vermeiden.

Saxe bedankt sich in einem Brief bei Innenminister Stefan Studt (SPD) für „das freundliche Angebot“, weist aber zugleich darauf hin, „dass keine Notwendigkeit mehr besteht, die Container in die kommunale Nutzung zu überführen“. Drei Gründe führen zum Verzicht. Erstens: Die vom Land gebotenen Mietkonditionen seien zwar attraktiv, aber die Begleitkosten für Verpflegung und Wachdienste seien zu hoch, erklärt Saxe auf LN-Anfrage. Zweitens: In Lübeck kommen immer weniger Flüchtlinge an. In den bestehenden Gemeinschaftsunterkünften ist genug Platz, um die teuren Notunterkünfte aufgeben zu können. Drittens: Die größte Gemeinschaftsunterkunft in Travemünde kann nach Aufhebung des Baustopps durch die Gerichte gebaut werden. In der Anlage finden nach Fertigstellung 363 Geflüchtete einen Platz.

Das Innenministerium hat am Dienstag bekanntgegeben, dass es eine Reihe von Landesunterkünften zum Jahresende aufgibt – darunter den Volksfestplatz.

dor

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