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Lübeck Endlich ein Industriedenkmal!
Lokales Lübeck Endlich ein Industriedenkmal!
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20:31 11.10.2016

Zerbrochene Fensterscheiben, kaputte Türen, beschmierte Wände, eingefallene Wände – das soll ein Denkmal sein? Unverständnis wird die Entscheidung der Denkmalpfleger bei den meisten Lübeckern hervorrufen. Wer Holstentor, Marienkirche und Heiligen- Geist-Hospital gewohnt ist, der wird in dem ehemaligen Schlachthof lediglich eine Ruine sehen können. Und das ist er auch. Für Investor Thorsten Schulze ist die Entscheidung der Denkmalpfleger eine bittere Pille. Der Denkmalschutz kommt zur Unzeit und spielt wiederum der Stadtplanung in die Hände, die das Projekt von Schulze ablehnt.

Josephine von Zastrow (42) über den Denkmalschutz für den

lübschen Schlachthof.

Dennoch: Obwohl verbaut und verrottet – im Kern ist der Schlachthof ein stolzes Bauwerk und ein Zeitzeuge aus Stein. Die Architektur der 20er Jahre ist noch zu erkennen, aber man muss sie suchen. So wie die schlanken Lichtgaden unterhalb der hohen Decke. Durch diese Oberlichter fiel die Sonne in den Schlachthof. Ein Neubau könnte diese markante Architektur wieder zu Tage befördern. Dazu müsste sich ein neues Gebäude an der Form des Schlachthofes orientieren. Im Idealfall. Ähnlich wie im Gründungsviertel, in dem neue Häuser gebaut werden – nach den Umrissen der alten Kaufmannshäuser.

Doch es geht beim Schlachthof nicht allein um den Schlachthof – sondern um eine komplexe Industrieanlage. Vom Schiff an den Kai, in die Quarantäne, über die Viehtrift, hinein in den Schlachthof – das war der Weg der Tiere. Diese Maschinerie wieder sichtbar zu machen, ist das Ansinnen. Offenbar haben die Denkmalpfleger jetzt die Industriedenkmale der Hansestadt entdeckt – nach all der Backsteingotik. Endlich.

LN

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