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Lübeck Erinnerung an Willy Brandt
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20:21 02.04.2016
Nach der Lesung aus seinem Buch „Andenken“ im Travemünder „Fischtempel“ ist Lars Brandt (v. r.) noch Gast in einer kleinen Talk-Runde mit Björn Engholm und Hans Müller. Quelle: Rüdiger Wenzel

Dass Willy Brandt in der Nacht vom 2. auf den 3. April 1933 in Travemünde die Flucht vor den Nazis gelang, verdankte er nicht alleine dem Fischer Paul Stoss, sondern auch einem Zöllner, der das Boot nur oberflächlich kontrollierte. Das berichtete gestern in Travemünde Brandts zweiter Sohn Lars Brandt bei einer Lesung aus seinem Buch „Andenken“.

Anlass war die Veranstaltung „Travemünde 1933 — Willy Brandt auf dem Weg ins Exil“ des Travemünder SPD-Ortsvereins in Rahmen der 150-Jahr-Feier der Partei. Auf dem Ponton des Restaurants „Fischtempel“ zeichnete Lars Brandt das Bild eines Vaters und Politikers, der selten ganz aus sich herauskam, der eine gewisse Distanz auch zu den Menschen wahrte, die ihm nah waren. Der für seinen Sohn immer nur über die Sekretärin erreichbar war — dafür allerdings jederzeit, sogar während wichtiger Konferenzen.

Dass Willy Brandt immer Distanz wahrte, bestätigte auch der frühere SPD-Vorsitzende und schleswig- holsteinische Regierungschef Björn Engholm in einer Talk-Runde mit Lars Brandt und dem ehemaligen Lübecker SPD-Landtagsabgeordneten Hans Müller. Für ihn sei Brandt ein großes Vorbild gewesen, das er bewundert und verehrt habe, weil er Visionen hatte, über den Tag hinaus gedacht habe — so wie er mit der Ostpolitik den Grundstein gelegt habe für die später erreichte deutsche Vereinigung.

Von rw

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