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Lübeck Erst Burger, jetzt Hotdogs
Lokales Lübeck Erst Burger, jetzt Hotdogs
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20:24 07.04.2017
Das einstige Bøfhus in der Holstenstraße steht seit einem Jahr leer. Jetzt entkernt Patrick Junge die Räume und eröffnet hier Anfang Juni sein drittes Restaurant „Hook Dogs“ mit Bar. Damit möchte er die von vielen Touristen genutzte Straße auch weiter beleben. Quelle: Felix König, Guido Kollmeier

Neun Jahre lang betrieb die dänische Steakhaus-Kette Bøfhus ihre einzige deutsche Niederlassung in Lübeck. Vor ziemlich genau einem Jahr gab man dann quasi über Nacht das Restaurant in der Holstenstraße 8 auf. Seitdem stand die Immobilie leer. Seit Kurzem tut sich hinter den abgehängten Fenstern jedoch etwas: Patrick Junge, der seit seinem Ausscheiden als geschäftsführender Gesellschafter der Stadtbäckerei Junge die Paniceus Gastro Systemzentrale betreibt, lässt die Räume im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss entkernen. Anfang Juni will er hier eine Filiale von „Hook Dogs“ mit 190 Plätzen eröffnen.

Patrick Junge investiert auch in Immobilie in der Holstenstraße – „Hook Dogs“ in Hamburg erfolgreich.

„Es ist ein neues Konzept, das ich in Hamburg bereits seit Anfang des Jahres umsetze“, sagt Junge, der nach eigenen Angaben rund eine Million Euro in die Holstenstraße wird investieren müssen. Warum gerade in die Holstenstraße? „Es ist die Straße, durch die so ziemlich jeder Tourist in die Stadt kommt“, sagt der 40-jährige Unternehmer, der nicht verstehen kann, dass ausgerechnet diese Straße ein wenig stiefmütterlich behandelt wird. Er möchte mit der neuen System-Gastronomie der Holstenstraße Impulse geben.

Wie der Name „Hook Dogs“ vermuten lässt, geht es um Hotdogs. „Die meisten kennen Hotdogs nur von Ikea oder aus dem Dänemark-Urlaub“, vermutet Junge, der die Gäste mit einer anderen Art des Würstchens im Brötchen überraschen will. Mit Edel-Hotdogs, die es auf alle Fälle ohne Schweinefleisch, dafür aber wahlweise zum Beispiel mit Romanasalat und Kirschtomaten, mit Rucola und gegrillter Ananas, mit Shrimps und Trüffelmayonaise oder als vegetarische und vegane Variante geben soll – dann genannt „No Dogs“.

Dazu stehen neben Salaten auf der Speisekarte ganz besondere Shakes und natürlich anregende Getränke aller Art. „Es soll Bar-Feeling aufkommen“, sagt Junge. „Ich würde mir wünschen, dass ,Hook Dogs‘ bis in den späten Abend hinein belebt ist.“ Sein erster Laden dieser Art in Hamburg-Altona scheint dem Konzept Recht zu geben, bereits im Mai eröffnet Junge eine zweite Niederlassung in Hamburg.

Nach Edel-Burgern nun also Edel-Hotdogs: Im Herbst 2013 hatte Patrick Junge als Franchisenehmer der noch jungen Münchner Systemer „Hans im Glück“ ein erstes Restaurant in der Breiten Straße eröffnet.

Der Laden war stets extrem gut besucht. Nach einem Streit mit der Kette „Hans im Glück“ trennte man sich, Patrick Junge eröffnete im März 2016 an derselben Stelle sein Burger-Restaurant „Peter Pane“– inzwischen gibt es 17 Niederlassungen zwischen Flensburg und Osnabrück, zwischen Berlin und Binz auf Rügen. Ob die Würstchen im Brötchen ebenso gut ankommen wie die gegrillten Burger, ist noch nicht abzusehen. Nachdem die Rundbrötchen-tauglichen Rindfleisch- Frikadellen zweier großer US-Ketten schon lange gesellschaftsfähig sind, versuchen sich selbst bessere Restaurants an Edel-Burgern.

Übrigens: „Captain Hook ist ja der Gegenspieler von Peter Pan“, sagt Patrick Junge, „daher die Namensgebung.“

Fastfood-Klassiker in vielen Varianten

Neben den einschlägigen amerikanischen Burger-Läden und dem „Peter Pane“ bieten inzwischen auch andere Restaurants eine größere Auswahl an teils sehr kreativ gestalteten Burgern an. So die „Theaterklause – Loge 4“ in der Beckergrube, das „Leo’s Juice & Burger“ in der Mühlenstraße, die „Ohana Lounge“ in der Hüxstraße und das „Charly’s“ (ehemals „Que Pasa“) an der Mühlenbrücke.

Hotdogs sind in der Hansestadt bislang – soweit bekannt – höchstens an Straßenständen oder bei Ikea in Dänischburg erhältlich. Doch Zutaten wie Shrimps oder Rucola finden sich hier nicht.

Und vegetarische Varianten erst recht nicht.

 Sabine Risch

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