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Lübeck Das sind die Pläne für das neue „Sandskulpturen-Festival“
Lokales Lübeck Das sind die Pläne für das neue „Sandskulpturen-Festival“
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16:32 13.02.2019
Bürgermeister Jan Lindenau (SPD), Veranstalter Thomas van den Dungen und LTM-Geschäftsführer Christian Martin Lukas (v. l.) stellen das Sandskulpturen-Festival vor, das von Mai bis Oktober in drei Bootshallen in der Nähe des Travemünder Fischereihafens stattfindet. Quelle: Felix König Agentur 54°
Travemünde

Wenn es um spektakuläre Kunstwerke aus Sand geht, ist schnell wieder die „Sand World“ aus den Jahren 2002 bis 2007 in aller Munde. Doch das neue „Sandskulpturen-Festival“, das von Mai bis Oktober ins Seebad kommt, unterscheidet sich vom damaligen Spektakel auf dem Priwall. Die 150 Figuren aus 16.000 Tonnen Spezialsand werden in der Nähe des Travemünder Fischereihafens und in drei Bootshallen zu sehen sein. Veranstalter ist erstmals das holländische Unternehmen „Sculpture Events“.

„Ich freue mich sehr, dass das Sandskulpturen-Festival in unmittelbarer Nähe des Fischereihafens einen geeigneten Veranstaltungsort gefunden hat“, sagt Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) während der Projektvorstellung in einer der Hallen. Als Indoor-Event könne die Schau während der kompletten Sommersaison ein Ausflugsziel für Gäste des Seebades und der gesamten Region sein. Zielgruppe seien „insbesondere Familien“, so Lindenau. Auch Uwe Kirchhoff, Kurdirektor von Travemünde, äußert Vorfreude: „Ich bin mir sicher, dass sich das Event als Anziehungspunkt im Fischereihafen etablieren wird und künftig neben der geplanten neuen Promenade mit Gastronomie und Geschäften zur Attraktion und Aufenthaltsqualität des Hafengeländes beiträgt.“

Dies ist eine der Hallen in der Nähe des Fischereihafens Travemünde, in der das Sandskulpturen-Festival stattfinden wird. Quelle: 54° / Felix Koenig

Inwieweit schon in diesem Sommer ein Spaziergang entlang der Promenade bis zum Sandskulpturen-Festival möglich sein könnte, steht nicht fest. Thomas van den Dungen, Geschäftsführer „Sculpture Events“, würde es „gerne ermöglichen, dass die Leute aus dem Fischereihafen hier landen“, sagt er. Welche Möglichkeiten es gibt und wo der Zugang zu den Hallen sein wird, das soll sich in den kommenden Wochen entscheiden, so Dungen.

Auch ein Sandspielplatz für Kinder

Die 40 bis 50 Sandkünstler werden vier Wochen benötigen, um etwa 150 Figuren aus 16 000 Tonnen Sand zu fertigen. Sie kommen aus Russland, der Ukraine, Litauen, Lettland, Ungarn, Polen, Holland und den USA. Das Areal der Skulpturen wird ergänzt durch einen Gastronomiebereich und einen Sandspielplatz für Kinder. Das Festival findet vom 11. Mai bis 20. Oktober am Fischereihafen Travemünde, Am Baggersand 15, statt. Öffnungszeiten: täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Parkplatz: Am Fischereihafen (Travemünder Landstraße)

Dungen zeigt sich glücklich, dass er „in Travemünde mit offenen Armen empfangen“ wird. „Ich weiß, dass das Seebad mit Sandskulpturen in der Vergangenheit viele Besucher begeistert hat und wünsche mir, an diese Tradition anzuknüpfen zu können.“ Allerdings finde die Schau in Hallen statt. Der Geschäftsführer betont die Vorzüge des vor Wind und Wetter geschützten Ortes. „Die Sandskulpteure können in der Halle mit mehr Risiko bauen und so auch wesentlich detailreicher arbeiten.“ Sculpture-Events richtet seit Jahren Sand- und Eisskulpturenschauen weltweit aus. Auf Rügen und Usedom kämen bis zu 200 .000 Besucher pro Saison, so der Geschäftsführer. Für Travemünde kann sich Dungen das Event für die kommenden drei Jahre vorstellen.

 

Die Künstler von Sculpture Events arbeiten weltweit in Hallen, damit die Werke aus Sand vor Wind und Wetter geschützt sind. Quelle: Veranstalter

Christian Martin Lukas, Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH, zeigt sich ebenfalls angetan von dem Sandskulpturen-Festival mit dem Titel „Maritime Abenteuer“. Lukas: „Ich bin mir sicher, dass das Event die Veranstaltungslandschaft in Travemünde und der Lübecker Bucht bereichern und das Quartier Fischereihafen künftig um eine Attraktion reicher sein wird.“

Bei dem Sand, der für die Exponate verwendet wird, handelt es sich nicht um Ostseesand. Es ist ein „scharfkantiger junger Sand, der noch nicht von Wind und Wasser abgeschliffen wurde“, so van den Dungen. Diesen Spezialsand könne man „stapeln“ und „beeindruckende, meterhohe Kunstwerke“ erschaffen. Woher das Material geliefert werde, stehe nicht fest, sagt er.

Cosima Künzel

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