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19:24 11.01.2019
Im Stall des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer hält Miriam Baras (19) Lamm „Jolly“ in den Armen. Das Muttertier daneben passt gut auf. Quelle: Lutz Roeßler
Kücknitz

Beim Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer sind die ersten Lämmer geboren worden. Zwei Monate früher als geplant. Offensichtlich hat der damalige Schäfer die Böcke im vergangenen Jahr kurz mal aus dem Blick verloren... Beim Verein ist man gespannt, wie viele Lämmer nun folgen. Die ersten stehen niedlich und putzmunter im Stall.

Geboren wurde die erste kleine Heidschnucke des Jahres auf der Winterweide in Brook (Nordwestmecklenburg). Finn Klatt (20) war dabei. „Ich war echt aufgeregt“, sagt der junge Mann, der seinen Bundesfreiwilligendienst beim Verein absolviert. In den verschiedenen Bereichen des Vereins sind 14 Mitarbeiter beschäftigt. Diese werden von Praktikanten des Freiwilligen ökologischen Jahres, Bundesfreiwilligen und Ehrenamtlern unterstützt.

Finn Klatt (20) absolviert seinen Bundesfreiwilligendienst beim Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer. Quelle: Lutz Roeßler

Finn Klatt betreut mit ein paar Kollegen unter anderem die 150 Tiere der Mutterschafherde. Die Tiere beweiden unter anderem auch die Trockenrasenflächen am Dummersdorfer Ufer. Sie werden unterstützt von einigen Ziegen, die für die Dornensträucher „zuständig“ sind. Mitte der Woche wollten die jungen Leute die Zäune in Brook kontrollieren und den Pferch verlegen. „Als alle Schafe auf der neuen Fläche waren, fingen sie sofort an zu fressen“, erinnert er sich. Nur ein Muttertier nicht. „Sie legte sich sofort hin, das war ungewöhnlich.“

Einblick in den Stall

Und dann ging alles ganz schnell. „Wir schauten ein paar Meter entfernt zu, keine fünf Minuten später was das Lämmchen da“, sagt Tine Husfeld (19). Es habe schnell versucht aufzustehen, aber die kleinen Beine knickten weg. „Wirklich niedlich.“ Inzwischen sind Mutter und Lamm beim Verein im Stall untergebracht. „Hier haben wir die Tiere besser im Blick“, erklärt Matthias Braun. Laut Vorstandssprecher ist es wichtig, dass die Neugeborenen innerhalb der ersten Stunden getrunken haben. „Denn die Kolostralmilch enthält viele Proteine, Enzyme, Vitamine und andere Substanzen, die für die Lämmer wichtig sind und deren Immunabwehr stärken.“

Matthias Braun ist Vorstandssprecher beim Verein. Hier steht er in der Tür zum Büro. Quelle: Lutz Roeßler

Weil es das erste Lamm ist, haben die jungen Leute dem Kleinen einen Namen gegeben. „Wir haben es ,Jolly’ getauft“, sagt Miriam Baras (19), die ebenfalls zur Gruppe der FÖJler und Bufdis gehört. Inzwischen ist ,Jolly’ nicht mehr allein. Eine zweite Mini-Heidschnucke hat auf der Winterweide das Licht der Welt erblickt. Auch in diesem Fall geht es Mutter und Lamm gut.

Auch dem zweiten Lamm geht es an der Seite des Muttertieres gut. Quelle: Lutz Roeßler

Matthias Braun steht mit den junge Leuten im Stall und schaut zu den Tieren hinüber. Es ist schummrig, das Heu raschelt und manchmal ertönt ein hohes, zartes Blöken. Vielleicht wird das bald vielstimmig. „Es kann sein“, sagt Braun, „dass jetzt viele Lämmer geboren werden, wir wissen es nicht.“ Geplant war das jedenfalls nicht. Der Schäfer hätte die Böcke so zu den weiblichen Tieren lassen sollen, dass die Lämmer nach fünf Monaten Tragzeit etwa ab März zu Welt kommen, sagt Braun. „Dann gibt es bald das erste frische Grün für die Kleinen.“ Sollte es jetzt viel Nachwuchs geben, würde man die ganze Herde reinholen. „Es gibt Tage, an denen kommen 15 Lämmer auf die Welt“, sagt Braun, „da haben wir sie lieber gleich hier im Stall. Wir sind gespannt.“  

Cosima Künzel

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