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Lübeck Falkenstraße: Wohnungsbau verzögert sich weiter
Lokales Lübeck Falkenstraße: Wohnungsbau verzögert sich weiter
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10:41 12.07.2018
Können noch nicht abgerissen werden: die Häuser Falkenstraße 41-49, die an die Neubauten (hinten links) angrenzen. Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen
St. Gertrud

Eigentlich, so der Plan, sollte die Bürgerschaft Anfang 2018 die Vergabe beschließen, damit nach dem Abriss der alten Gebäude Bauabschnitt zwei auf den Weg gebracht werden kann. Doch dann wurde die Ausschreibung – Geschosswohnungsbau mit 30 Wohneinheiten, davon zehn Miet- und zwei Sozialwohnungen – Ende 2017 aufgehoben (die LN berichteten). Unter den gut eine Handvoll Bietern war auch die Investorengruppe „Wohnen am Falkendamm“ der Firma Schütt und des Lübecker Bauvereins.

Das Problem in der Falkenstraße 41-49: Bis auf einen waren alle Erbbauverträge bereits Ende 2016 ausgelaufen und nur jeweils kurzfristig verlängert worden, die Mieter zogen bis Ende März 2018 endgültig aus. Nur das Teilgrundstück Falkenstraße 43, für das Dieter Suditsch das Erbbaurecht innehatte, bereitet Probleme: Denn das Erbbaurecht hierfür läuft bis Mitte der 2050er Jahre. Um jedoch schon früher Zugriff auf das Grundstück zu haben, meldete die Stadt einen sogenannten Heimfall an: Dies sieht eine vorzeitige Rückübertragung des Erbbaurechts auf den Grundstückseigentümer vor – mit Entschädigung. Doch das entsprechende Verfahren zieht sich deutlich länger hin als gedacht, weshalb die Stadt die Ausschreibung aufgehoben und die Bieter informiert hatte.

Inzwischen ist das Erbbaurecht für die Falkenstraße 43 von Suditsch an die Investorengruppe „Wohnen am Falkendamm“ übergegangen, die sich nun mit dem Thema befassen darf. „Das Projekt ist noch in Justitias Händen“, lässt Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD) wissen, mehr könne er dazu leider nicht sagen. „Eigentlich“, so Bauvereins-Vorstand Detlef Aue, „war Anfang Juli ein Gütetermin beim Landgericht angesetzt. Er ist soeben auf den 5. Dezember verschoben worden.“

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Selbst wenn sich Stadt und Investorengruppe bei diesem Termin einigen, verzögert sich das Bauprojekt um mindestens ein Jahr. Nach der Entscheidung müsste eine neue Ausschreibung und anschließende Vergabe durch die Bürgerschaft erfolgen. Erst danach könnten die Bestandsgebäude abgerissen und – nach entsprechender Planung – neue gebaut werden. Derweil werden die Eigentumswohnungen der Projektgruppe laut Detlef Aue allesamt im Dezember übergeben.

sr

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