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Lübeck Feiern für ein friedliches Miteinander
Lokales Lübeck Feiern für ein friedliches Miteinander
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21:15 30.03.2016
Auch Hanaa (14) aus Syrien schaut bei der Feier Zauberer Roland Henning zu. Quelle: Neelsen
Kücknitz

Seifenblasen steigen in den blauen Himmel auf, die Häuser sind mit bunten Luftballons geschmückt. Im Innenhof steht eine Torwand und ein Stand, an dem alkoholfreie Cocktails verteilt werden. Gestern wurde in der Flüchtlingsunterkunft an der Kücknitzer Solmitzstraße ein buntes Willkommensfest gefeiert.

Organisiert wurde der Nachmittag von Auszubildenden der Deutschen Bank, der Gemeindediakonie Lübeck und dem Internationalen Bund. Die Deutsche Bank hatte außerdem eine Spende von 800 Euro für das Fest zur Verfügung gestellt. „Wir haben die Willkommensfeier im Rahmen unseres sozialen Tages organisiert“, sagte Tom Fischer, Azubi bei der Deutschen Bank. Zusammen mit rund 20 Bank-Auszubildenden aus Lübeck und der Region Ostsee war der 23-Jährige an den Planungen beteiligt. Fischer: „Wir haben uns für das Thema aufgrund der aktuellen Lage entschlossen und schnell Kontakt zur Gemeindediakonie aufgenommen.“

Um die 152 Menschen aus Syrien, Armenien oder dem Irak leben zurzeit in der Gemeinschaftsunterkunft, die im vergangenen Jahr an der Solmitzstraße errichtet wurde. Unter den Bewohnern sind zahlreiche Familien mit kleinen Kindern, aber auch alleinstehende junge Männer. „Das Zusammenleben hier ist absolut friedlich, es gibt wenig Konfliktpunkte“, sagt Jens Schumacher (32) von der Gemeindediakonie, der in der Unterkunft auch als Betreuer arbeitet. „Die meisten haben sich gut eingelebt, ein Grund, sie noch einmal herzlich willkommen zu heißen.“

Besonders die kleinen Bewohner kamen gestern Nachmittag auf ihre Kosten. Etwa beim Mitmachzirkus vom Lübecker Theater Liebreiz, bei dem die Kleinsten auf Stelzen laufen oder bunte Teller auf einem Stab balancieren konnten. Oder bei der Vorführung von Zauberer Roland Henning, der während des Willkommensfestes im Innenhof ein paar seiner Zaubertricks zum Besten gab.

Und auch freiwillige Helfer werden in der Kücknitzer Gemeinschaftsunterkunft noch gesucht: „Wir brauchen Betreuer, die ein- bis zweimal die Woche eine Kindergruppe betreuen können“, sagt Jens Schumacher. Interessierte könne sich bei Monika Becker, Ehrenamtskoordinatorin der Gemeindediakonie, unter der E-Mail

becker@gemeindediakonie-

luebeck.de melden.

Von kad

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