Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Ferrari nietet Laternenmast um und kracht in Gartenmauer
Lokales Lübeck Ferrari nietet Laternenmast um und kracht in Gartenmauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:59 30.05.2016
Anzeige
Lübeck

St. Lorenz Nord. Er ist 300 PS stark und sogar gebraucht immer noch etwa 50 000 Euro wert – der Ferrari Mondial t, mit dem ein 35-Jähriger am Sonntag Vormittag in eine Gartenmauer der Fackenburger Allee fuhr. Offensichtlich hatte der Ingolstädter die Kontrolle über seinen schwarzen Sportwagen verloren. Er rammte erst drei Betonpoller am Straßenrand und dann einen Laternenmast, bevor er an einer Steinmauer vor einem Mehrfamilienhaus zum Stehen kam. Besonders bitter: Der Fahrer besaß das teure Fahrzeug erst seit drei Tagen.
Glück im Unglück hatten sowohl der Ingolstädter als auch seine 33-jährige Beifahrerin aus Berlin. Beide konnten aus eigener Kraft aus dem zerbeulten Wagen aussteigen. Ersthelfer kümmerten sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um die geschockten Ferrari-Insassen. „Die Beifahrerin klagte über Schmerzen und wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht“, erklärt Polizeisprecher Andreas Kruse. Der Fahrer des schnellen Gefährts blieb unverletzt, der Ferrari ist ein Totalschaden.
„Es hat laut gekracht und das ganze Haus bebte – dann ging eine Alarmanlage los“, berichtet Anwohnerin Ute O., vor deren Garten der Ferrari landete. Immer wieder sei der aufgelöste Autofahrer zum Wagen gelaufen. „Wahrscheinlich wollte er die Alarmanlage ausstellen“, vermutet die erschrockene Hausbewohnerin. „Meiner Meinung nach ist der Wagen viel zu schnell unterwegs gewesen, sonst hätte er die Poller nicht umfahren können.“ Einige der Betonpfeiler seien bis zu 15 Meter weit geflogen. Der Laternenmast wurde von dem heranrasenden Fahrzeug aus der Verankerung gerissen. Der Ferrari kam entgegengesetzt der Fahrtrichtung zum Halten, nachdem er sich um die eigene Achse gedreht hatte. Um den umgefahrenen Lichtmast kümmerte sich der Notdienst der Stadtwerke.
Der 35-jährige Sportwagenbesitzer hatte aus der Straße „An der Lohmühle“ links auf die Fackenburger Allee abbiegen wollen. Bei der Fahrt stadteinwärts hatte er offenbar zu viel Gas gegeben und verlor beim Anfahren die Kontrolle über die 300 Pferdestärken des Ferrari Mondial t. Das Fahrzeug brach aus.
„Ich war als Ersthelfer vor Ort und bin zufällig Rettungssanitäter“, berichtet Yanneck H., der sich zusammen mit anderen Passanten um die unter Schock stehende Berlinerin und den Ingolstädter kümmerte. „Der Fahrer erzählte mir, dass er den Ferrari erst seit drei Tagen besäße“, so H. weiter.
Wie hoch der Schaden ist, der bei der Chaosfahrt entstand, ist unklar. „Es gibt keine Erkenntnisse darüber, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol stand“, stellt Polizeisprecher Kruse klar. Über die Unfallursache könne man momentan nur spekulieren. „Gegen den Fahrer wird ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung eingeleitet“, so Kruse. Dies sei eine Standardmaßnahme, da die Beifahrerin bei dem Unfall verletzt wurde.
Die Rettungsarbeiten der Einsatzkräfte dauerten eine halbe Stunde an. „Die Fackenburger Allee musste dafür teilweise gesperrt werden“, so Kruse. Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen.
Als die Feuerwehr und der Abschleppdienst eintrafen und den Ferrari aus der Mauer zogen, konnten Ute O. und eine weitere Bewohnerin des Hauses den verwüsteten Vorgarten wieder betreten. „Wir haben große Teile des Ferraris, Steine aus der Gartenmauer, Stücke der Laterne und das Gartentor gefunden“, erzählt O., die anschließend den verwüsteten Vorgarten mit ihrer Bekannten aufräumte.

Zur Galerie
Am Sonntagvormittag verlor ein Ferrari-Fahrer in Lübeck in der Fackenburger Allee beim Abbiegen die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte nach einer Spur der Verwüstung in eine Gartenmauer.
Schreck für die Anwohner, als es vor der Haustür krachte. Quelle: Ute O.
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige