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Lübeck 75-Jähriger rettet sich durch Sprung von Balkon
Lokales Lübeck 75-Jähriger rettet sich durch Sprung von Balkon
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17:11 21.01.2019
Feuer in einer Seniorenanlage: Der Bewohner rettete sich mit einem Sprung vom Balkon vor den Flammen. Quelle: Holger Kröger
St. Jürgen

In der Nacht zum Sonntag kam es in der Elswigstraße in Lübeck zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Gegen 0.20 Uhr war in einer Senioreneinrichtung in der Wohnung eines 75-Jährigen ein Feuer ausgebrochen.

Sprung als letzter Ausweg

Der Bewohner sah keinen anderen Ausweg, den Flammen zu entkommen, als sich mit einem Sprung von seinem etwas vier Meter hoch gelegenen Balkon aus dem ersten Obergeschoss zu retten. Er wurde verletzt auf der Grünfläche liegend gefunden und durch den Rettungsdienst in eine Klinik gebracht.

Unklar war zunächst, ob der 75-Jährige sich in Folge des Sprungs oder durch den Brand verletzte. Am Montag teilte die Polizei mit, er habe Verbrennungen und Verletzungen durch den Sprung erlitten. Er sei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Die Feuerwehr war in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag mit 47 Einsatzkräften aus zwei Berufsfeuerwachen und vier Freiwilligen Feuerwehren angerückt.

Wenige Wohnungen vorerst unbewohnbar

Gemeinsam hatten Feuerwehr, Rettungsdienst und insgesamt 26 Helfer von DRK, Malteser Hilfsdienst und Johanniter-Unfall-Hilfe das Gebäude evakuiert. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers wurden 13 Bewohner im „Ibis“ Hotel untergebracht, elf in anderen Pflegeheimen und acht bei Familienangehörigen. DRK, Malteser und Johanniter versorgten die älteren Menschen am Sonntagmorgen vor allem mit warmen Mahlzeiten und Getränken. Auch am Montag wurde für ein warmes Mittagessen gesorgt.

Die meisten der Betroffenen konnten später wieder in ihre Zimmer oder Wohnungen zurückkehren, nur zwei oder drei Wohnungen, so schätzt Stefan Petersen von der Lübecker Berufsfeuerwehr, könnten durch die Löscharbeiten derart in Mitleidenschaft gezogen worden sein, dass sie vorerst nicht bewohnbar sind.

Verwaltung sorgt für Essen

Die Grundstücks-Gesellschaft „Trave“ verwaltet die Wohnungen für eine Stiftung. „Trave“-Geschäftsführer Dr. Matthias Rasch sagte den LN am Montag: „Wir arbeiten daran, die Wohnungen wieder bewohnbar zu machen. Wir sind dabei zu lüften und Wohnungen sowie Flure zu reinigen.“

Nur die Brandwohnung, in der der 75-Jährige wohnte, könne nicht so schnell wieder bezogen werden, denn in Folge des Feuers habe es noch einen Wasserrohrbruch gegeben. Zudem seien die Brandermittler noch vor Ort.  Die Ursache des Brandes und die Schadenshöhe sind noch unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache hat das Kommissariat 11 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck übernommen.

In einem Seniorenheim in Lübeck ist in der Nacht zum Sonntag ein Feuer ausgebrochen.

Mike Orend und Sabine Risch

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