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Lübeck Feuer in Flüchtlingsunterkunft
Lokales Lübeck Feuer in Flüchtlingsunterkunft
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19:07 29.06.2017
Mit rund 50 Einsatzkräften kämpften Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Wehren Kücknitz und Dummersdorf gegen das Feuer. 17 Personen hatten das betroffene Haus bewohnt, sie wurden in Ersatzunterkünften untergebracht. Quelle: Fotos: Holger Kröger (3), Christian Schaffrath (1)
Kücknitz

Großeinsatz in der Flüchtlingsunterkunft: Am späten Dienstagabend ist in einem Gebäude im Festwiesenweg ein Feuer ausgebrochen. Obwohl zum Brandzeitpunkt viele Menschen vor Ort waren, wurde niemand verletzt. Die Brandursache ist gegenwärtig noch unklar.

Ausgebrochen war der Brand offenbar in einer Küche – Bisher kein Hinweis auf Brandstiftung.

„Gegen 21.40 Uhr wurden wir alarmiert“, berichtet Sven Kunz vom Leitungsdienst der Feuerwehr. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, brannte die Wohnung im Erdgeschoss des Hauses bereits in voller Ausdehnung. Auch war der Rauch über dem Stadtteil von weithin sichtbar und in einem Großteil des Viertels – so eine Anwohnerin – „roch es wie nach einem riesigen Feuerwerk“.

„Bei Alarmierung der Feuerwehr hatte es noch geheißen, dass zwei Personen aus dem Haus vermisst wurden“, berichtet Kunz. Vor Ort gab es aber Entwarnung: keine Vermissten und keine Verletzten. „Die Bewohner hatten bereits angefangen, das Feuer mit den dort vorhandenen Feuerlöschern zu bekämpfen“, sagt Kunz. Und trotz der starken Rauchentwicklung seien Nachbarhäuser und das nahe Seniorenheim nicht beeinträchtigt worden. Die Solmitzstraße wurde allerdings komplett gesperrt. Kunz: „Gelöscht war das Feuer dann um 22.10 Uhr.“

Zur Brandursache ermittelt jetzt die Polizei. Sprecher Dierk Dürbrook berichtet dazu: „Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im Küchenkomplex einer Erdgeschosswohnung aus.“ Insgesamt sei das Haus von 17 Personen bewohnt worden. „In der betroffenen Wohnung lebte eine Mutter mit ihrer Tochter“, sagt Dürbrook. Die Wohnung sei vollständig ausgebrannt, und es gebe keinerlei Hinweis auf Fremdeinwirkung. Dürbrook: „Die Ermittlungen wurden von der Bezirkskriminalinspektion Lübeck übernommen und die Brandstelle beschlagnahmt.“

Die Bewohner des betroffenen Hauses wurden in der Brandnacht von ihren Nachbarn innerhalb der Unterkunft aufgenommen. Mittlerweile, berichtet Stadtsprecherin Nicole Dorel, seien aber alle auf andere Unterkünfte verteilt worden. Denn gegenwärtig ist das gesamte Haus nicht bewohnbar. „Die Wohnung neben der Brandwohnung ist aufgrund des Geruchs und des restlichen Löschwassers beeinträchtigt“, erklärt Dorel. Und ohne die Einschätzung eines Statikers könnten auch die darüber liegenden Räume nicht freigegeben werden. „Nach hinten raus sind die restlichen Wohnungen aber grundsätzlich bewohnbar“, sagt Dorel. „Aus Sicherheitsgründen musste allerdings der Strom im gesamten Gebäude abgestellt werden.“

Wie hoch der Schaden genau ist, ist gegenwärtig noch nicht klar. „Die Grundstücksgesellschaft ,Trave‘ als Vermieter und der Architekt waren vor Ort“, sagt Dorel. Ein Statiker würde heute erwartet.

„Solange die Brandstelle noch beschlagnahmt ist, ist ein Betreten des Hauses aber nicht möglich.“

 Luisa Jacobsen

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