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Lübeck Feuer in der Glandorpstraße: Vermutlich Brandstiftung
Lokales Lübeck Feuer in der Glandorpstraße: Vermutlich Brandstiftung
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22:29 06.06.2017
Dichter Rauch dringt aus den Fenstern der Wohnung im ersten Obergeschoss. Gegen die 25-jährige Bewohnerin wird jetzt ermittelt. Quelle: Foto: Holger Kröger
St. Lorenz Nord

Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Glandorpstraße sind am Montagnachmittag mehrere Menschen verletzt worden; darunter auch ein erst sechs Monate altes Kind. Gegen eine der Verletzten – eine 25-jährige Frau – wird jetzt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung ermittelt. Zu den Hintergründen der möglichen Brandstiftung ist aber noch nichts bekannt.

„Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist das Feuer in einer Wohnung im ersten Obergeschoss ausgebrochen“, berichtet Polizeisprecher Fritz Ulli Gerlach. Als die rund 30 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt gegen 16.30 Uhr vor Ort eintrafen, waren die Fenster der Brandwohnung noch verschlossen. „Eine deutliche Rußentwicklung war aber erkennbar“, berichtet Stefan Richter vom Leitungsdienst der Feuerwehr. „Diese Fenster barsten dann im Laufe des Einsatzes noch, zwei Feuerwehrleute mussten mit Schnittverletzungen behandelt werden“, so Richter weiter. Die Menschen im Haus konnten dennoch zügig gerettet werden: „Die Bewohnerin der Brandwohnung wurde bewusstlos im Hausflur aufgefunden“, sagt Richter. Die Mutter und ihr Kind, die das Dachgeschoss bewohnten, hatten sich in einen rauchfreien Raum ihrer Wohnung zurückgezogen und konnten bei Bewusstsein ins Freie geführt werden. Alle Geretteten kamen mit Rauchgasvergiftungen oder vorsorglich ins Krankenhaus – wie es ihnen jetzt geht, ist nicht bekannt.

„Das Feuer war dann gegen kurz nach 17 Uhr gelöscht“, sagt Richter. Später habe es noch zwei Nachkontrollen gegeben.

„Aufgrund des Löschwassers sowie der Rauch- und Hitzeentwicklung sind alle Wohnungen des Hauses derzeit unbewohnbar“, berichtet Gerlach. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt etwa 50000 Euro.

 lj/jvz

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