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Lübeck Feuerwehreinsatz in Uni-Klinik
Lokales Lübeck Feuerwehreinsatz in Uni-Klinik
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20:34 07.09.2016
Das Gebäude wurde evakuiert. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

 Am Mittwoch gegen 10 Uhr gerieten acht Mitarbeiter im Haus 79 des UKSH in Sorge, als sie plötzlich alle Atemwegsreizungen bei sich feststellten und einen schlechten Geruch in der Nase hatten. Schnell alarmierten sie die Hausfeuerwehr des Klinikums. Was dann folgte, war eine reibungslose Zusammenarbeit von Hausfeuerwehr, Klinikmitarbeitern und der Berufsfeuerwehr. „Und man könnte es fast als Testlauf verstehen“, so Feuerwehr-Chef Bernd Neumann.

Küchenmitarbeiter des UKSH klagten über Atemprobleme. Löschzug Gefahrgut rückte aus. Feuerwehr kann Entwarnung geben.

Der ABC-Zug oder Löschzug Gefahrgut wird zur Arbeit mit gefährlichen Stoffen und Gütern eingesetzt.

In Lübeck ist ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Gefahrgut an der Feuerwache 3 stationiert. Hier befindet sich auch die Gefahrgutwerkstatt.

Das Gebäude wurde evakuiert. Die Hausfeuerwehr des Krankenhauses habe in der Küche des UKSH, die im Verwaltungshaus 79 liegt, und in der Umgebung Messungen gemacht. So wollte man herausfinden, ob irgendwo Stoffe ausgetreten waren, die die Atemwege der Mitarbeiter gereizt hatten. „Die Hausfeuerwehr konnte aber nichts messen“, so Neumann.

Weil ein Klinikum wie das UKSH ein sensibler Bereich sei, sei gleich zu Anfang auch der Löschzug Gefahrgut ausgerückt. Insgesamt seien Einsatzfahrzeuge und Rettungskräfte der Feuerwachen 3 und 2 und die Freiwilligen Feuerwehren aus dem Löschzug Gefahrgut am Universitätsklinikum im Einsatz gewesen.

„Wir haben dann ebenfalls Messungen vorgenommen, konnten aber auch nichts messen. Wenn dort Stoffe austraten, dann war der Wert unter der Messgrenze“, berichtet Feuerwehr-Chef Neumann. Einen Geruch hatten die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr nicht mehr wahrnehmen können, anschließend aber noch das Gebäude belüftet. Von den acht Mitarbeitern, die über Atemwegsreizungen klagten, seien zwei im Krankenwagen untersucht worden. Festgestellt wurde allerdings nichts. Alle Mitarbeiter konnten nach dem Einsatz wieder arbeiten.

„Insgesamt war das ein guter Test“, sagt Neumann. Nicht nur, dass die Zusammenarbeit zwischen Hausfeuerwehr und Berufsfeuerwehr gut geklappt hätte. „Die Einsatzleitung des Krankenhauses war auch blitzschnell dort“, so Neumann. Im Notfall hätte die Einsatzleitung des UKSH Entscheidungen treffen müssen. „Wenn so etwas passiert, müssen die Leute natürlich sofort aus dem Gebäude“, bestätigt UKSH-Sprecher Oliver Grieve die Evakuierung. Die Alarmketten des UKSH würden dann sofort greifen und die Feuerwehr alarmieren. „Sobald etwas geschieht, gibt es vorsichtshalber einen größeren Einsatz.

Das kennen wir von beiden Campus so“, sagt Grieve. Gestern habe es sich offensichtlich um einen technischen Defekt gehandelt, der sich bisher aber nicht habe eruieren lassen.

 Tomma Petersen

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