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Lübeck Fisch aus der Ostsee und Stahl aus Lübeck
Lokales Lübeck Fisch aus der Ostsee und Stahl aus Lübeck
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11:45 06.01.2018
Ein Kutter aus Schweden liefert 1962 Ware für die Fisch-Fabriken nach Schlutup. Quelle: LN-Archiv
Schlutup

Manchmal kam, wie auf diesem Bild von 1962, auch ein Kutter aus Schweden und lieferte Ware für die größten der 40 bis 50 fischverarbeitenden Betriebe, die es damals noch in Lübeck gab – fast alle in Schlutup.

Klicken Sie sich in dieser Galerie durch Fotos von Lübecker Straßen, Gebäuden und Plätzen aus dem LN-Archiv, die wir mit aktuellen Aufnahmen vergleichen.

Viele davon waren Familienbetriebe, und der Fisch, den sie verarbeiteten, kam zum allergrößten Teil von Fischern aus Schlutup, Neustadt, Travemünde oder Niendorf. Doch der Niedergang hatte schon begonnen. „Nach der Währungsreform 1948 kam noch mal ein Aufschwung“, erinnert sich Hans-Wilhelm Steffen (84). „Danach wurde es immer weniger.“ Er war bis 1993 Inhaber der Fischräucherei Peter Steffen – der einzigen, die es heute noch in Schlutup gibt. Der Fisch, den Steffens Nachfolger räuchert, kommt aus dem Skagerrak oder aus dem Atlantik.

Heute produzieren auf dem Gelände unter anderem ein Zementwerk (links im Bild) und ein Asphalt-Mischwerk (rechts). Foto: Neelsen

Auch das Hochofenwerk am anderen Ufer in Herrenwyk, das auf dem Bild von 1962 die eindrucksvolle Kulisse bildet, ist längst Vergangenheit. 1981 endete die Stahlproduktion in Lübeck, danach wurde das Werk Stück für Stück abgetragen. Heute produzieren auf dem Gelände unter anderem ein Zementwerk und ein Asphalt-Mischwerk.

Ein Kutter 1962 auf dem Weg nach Schlutup.

Zum Thema

Alle Teile unserer Rückblicksserie mit vielen historischen Lübeck-Bildern: www.LN-online.de/Rueckblick!

Hanno Kabel

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