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Lübeck Fischer befürchten Einbußen durch vorgezogene Dorschschonzeit
Lokales Lübeck Fischer befürchten Einbußen durch vorgezogene Dorschschonzeit
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11:46 15.02.2016
Zwei Dorsche liegen nach dem Anlanden am 18.12.2012 in Heiligenhafen (Schleswig-Holstein) in einer Kiste mit Eis. Quelle: dpa
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Lübeck

„Die EU-Kommission hat uns diese Neuregelung einfach übergestülpt. Für kleine Betriebe ist das existenzbedrohend“, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Schleswig-Holstein, Lorenz Marckwardt. Die wenigsten Fischer hätten die Möglichkeit, in die östliche Ostsee auszuweichen, wo die Schonzeit nicht gelte.

Die EU-Kommission hatte auf Empfehlung des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) die Dorschschonzeit in diesem Jahr vorgezogen. Damit soll die Erholung des Bestandes gefördert werden. Experten halten die Regelung für richtig, sehen aber noch Korrekturbedarf. „Wir wissen aus langjährigen Untersuchungen, dass der westliche Dorsch im Februar und März laicht“, sagte der Fischereibiologe Uwe Krumme vom Thünen-Institut für Ostseefischerei in Rostock. „Deshalb schützt die Schonzeit im April die Laichtiere nicht.“

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