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Lübeck Flaggenkunde bei den Schifferbrüdern
Lokales Lübeck Flaggenkunde bei den Schifferbrüdern
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23:38 07.03.2018
Kapitän Rüdiger Pfaff (v. l.) begrüßte Olivia Kempke, Kapitänin Dorothee Gaedeke und Kapitän Sven Stemmler. Quelle: Foto: Rüdiger Jacob
Innenstadt

Was die Schifferbrüder im Einzelnen beraten haben, wusste niemand so genau. Pfaff verriet im Anschluss nur so viel: Zum Jungältesten wurde Sven Stemmler gewählt, Kassenprüfer wurden Henning Jannssen und Jan Scharffetter. Vor dem Festschmaus der Seefahrer – es gab Hähnchen- und Lammcurry mit Sardinen, roter Beete, Gouda, gebackenen Bananen und Reis – wagte er einen Exkurs in die Vexillologie, die Flaggen- und Fahnenkunde.

„Auf dem Meer gibt es keine Fahnen, sondern Flaggen“, erklärte Pfaff. Eine Flagge werde mit Hilfe einer Flaggleine vorgeheißt, eine Fahne hingegen sei fest mit dem Fahnenstock verbunden. Die ersten rechteckigen, bedruckten oder bestickten Stoffe hätten sich bei den alten Ägyptern und Römern gefunden. „Erst die chinesische Erfindung der Seide ermöglichte Flaggen und Fahnen, so wie wir sie kennen.“ Alle Menschen von Rang führten ein Wappen auf Banner, Brustschild und Flagge im Heer sowie während der großen Schlachten. Das sei einer der Gründe, warum sich europäische Flaggen und Fahnen zu Symbolen der Nationalstaaten entwickelt hätten. Dabei haben nicht nur Staaten ihr eigenes Symbol. Auch Regionen, Religionen, Parteien, Firmen und Kommunen pflegen ihre Symbole. So heiße es auch im Lübeck-Lied „Rot-Weiß sei unser Panier“. Panier stamme von dem lateinischen Baneria und bedeutete Feldzeichen, also Banner.

Den Ausführungen Pfaffs lauschten unter anderem Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD), Kultursenatorin Kathrin Weiher (parteilos), Hafenkapitän Wolfram Kempin, Reeder Holger Lehmann, der Ältermann der Lotsenbruderschaft, Stefan Borowski, der finnische Honorarkonsul Bernd Jorkisch und Olivia Kempke vom Lübeck-Management.

Neben den launigen Ausführungen gab es auch ein ernstes Anliegen: Die Gilde sucht Nachwuchs. „Interessenten müssen das große Kapitänspatent besitzen“, sagte Pfaff. „Und Kapitäninnen sind uns auch sehr willkommen.“

jac

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