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Lübeck Fliegender Müllsack in Clemensstraße
Lokales Lübeck Fliegender Müllsack in Clemensstraße
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10:09 08.06.2016
Eklig und gefährlich: Ein Müllsack voller Flaschen fliegt haarscharf an den Touristen vorbei. Quelle: Kröger

Eine böse Überraschung haben jetzt Touristen in der Clemensstraße erlebt: Gegen 10 Uhr läuft eine Gruppe zusammen mit Stadtführerin Monika Apsitis durch die Straße, als plötzlich aus dem Wohnhaus schräg gegenüber des „Blauen Engels“ ein Müllsack fliegt. Knapp verfehlt er den Kopf der Stadtführerin. Besonders übel: Der Sack ist nicht nur mit Flüssigkeiten und Unrat gefüllt, sondern auch mit Glasflaschen. Sie zerschellen zu Füßen der Passanten auf dem Gehweg.

„Der Beutel wurde aus dem offenen Fenster geworfen, aber es war kein Mensch zu sehen“, erzählt Apsitis, der der Schock noch in den Knochen sitzt. Für sie war es kein persönlicher Angriff. „Da hat einfach irgendeiner den Müllsack hinausgeworfen“, sagt die Stadtführerin. Sofort habe sie in Richtung des Hauses gerufen, auch die Gäste der zwölfköpfigen Gruppe hätten laut auf sich aufmerksam gemacht. „Einfach nur Müll auf die Straße zu werfen, finde ich schon abartig“, sagt Apsitis, „aber es hätte auch richtig etwas passieren können.“ Dass die Flaschen die Gruppe verfehlten, ist pures Glück.

„Den Dreck und die Flüssigkeiten bekomme ich aus meiner Kleidung raus, das ist überhaupt nicht das Problem“, sagt die Stadtführerin. Sie hatte die Gruppe aus Hannover gerade erst an der Beckergrube abgeholt, keine fünf Minuten später war der Rundgang vom fliegenden Abfall und den Glasflaschen unterbrochen worden. „Ich gehe oft durch die Clemensstraße, um zu den Gängen zu gelangen – noch nie ist etwas passiert“, erklärt Apsitis, die seit zehn Jahren Stadtführerin ist.

Anschließend ruft Monika Apsitis die Polizei. Pressesprecher Stefan Muhtz bestätigt: „Der Müllsack wurde vermutlich aus dem ersten Stock geworfen, die Kollegen vor Ort haben die anwesenden Anwohner befragt.“ Niemand hätte zugegeben, sich des Mülls aus dem Fenster entledigt zu haben. „Es wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt“, so Muhtz.

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