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Sondersitzung zum Flughafen: Verkauft oder nicht verkauft?

Lübeck Sondersitzung zum Flughafen: Verkauft oder nicht verkauft?

Die Hängepartie geht weiter — Am kommenden Donnnerstag will der Insolvenzverwalter über den Airport berichten — Politiker werden hinter verschlossenen Türen informiert.

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Was wird aus dem Lübecker Flughafen? Diese Frage will der Insolvenzverwalter am kommenden Donnerstag beantworten.

Quelle: Lutz Roeßler

Lübeck. Abflug oder Absturz? Die Zukunft des insolventen Flughafens ist völlig ungewiss. Jetzt sollen die Politiker informiert werden — in einer Sondersitzung am kommenden Donnerstag. Der Hauptausschuss tagt um 16 Uhr in geheimer Sitzung. Einziger Tagesordnungspunkt: „Entwicklung des Flughafens“. Insolvenzverwalter Klaus Pannen soll dazu berichten. Das bestätigt er auf LN-Anfrage. „Es geht um den Verkauf des Flughafens“, erklärt er in einem kurzen Statement. Derzeit verhandelt Pannen mit zwei Interessenten. Der Insolvenzverwalter geht weiter davon aus, dass er den Flughafen veräußern wird. Allerdings will er sich nicht zu Details äußern.

LN-Bild

Die Hängepartie geht weiter — Am kommenden Dienstag will der Insolvenzverwalter über den Airport berichten — Politiker werden hinter verschlossenen Türen informiert.

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Kurios: Das Grundstück in der Nähe des Airports ist noch nicht verkauft. Es gehört der insolventen PuRen Germany GmbH, die den Airport bis Ende September betrieben hatte. Pannen hatte darauf gedrungen, dass die Stadt auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet, damit er es veräußern kann. Mit dem Geld wollte er den Flugbetrieb in Blankensee bis Ende März sichern. Doch das 1413 Quadratmeter große Grundstück mit Einfamilienhaus ist immer noch für 170 000 Euro zu haben. „Wir haben noch etwas Geld“, sagt Pannen auf Nachfrage.

Extrem zäh gestaltet sich diesmal der Verkauf des Airports. Denn es ist bereits die zweite Insolvenz für den Flughafen. Die Frist für den Verkauf hat Pannen bereits vier Mal verlängert. Die Anzahl der Mitarbeiter ist von 75 auf 50 zusammengestrichen worden.

Der Hintergrund: Am 30. September 2015 musste der Flughafen beim Amtsgericht Insolvenz anmelden. Der chinesische Investor Yongqiang Chen hatte den Geldhahn zugedreht. Insolvenzverwalter wird wieder der Hamburger Anwalt Pannen. Er hatte bereits die erste Insolvenz des Airports begleitet — und ihn aus der Insolvenzmasse zum 1. August 2014 an Chen verkauft. Denn im April 2014 war der vormalige Betreiber, der Deutsch-Ägypter Mohamad Rady Amar, spurlos verschwunden. Er hatte den Airport am 1. Januar 2013 von der Stadt übernommen. Die Hansestadt wollte den Flughafen damals dringend loswerden, denn er fuhr im Jahr sechs Millionen Euro Miese ein. Und der erste private Investor war 2009 ausgestiegen. Die Neuseeländer von Infratil hatten den Airport 2005 gekauft, verloren aber nach vier Jahren die Lust und gaben ihn an die Stadt zurück.

Von Josephine von Zastrow

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