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Lübeck Flughafen: Bürgerschaft rettet Betrieb im März
Lokales Lübeck Flughafen: Bürgerschaft rettet Betrieb im März
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17:49 29.01.2016
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Lübeck

Am Dienstag wurde Prof. Klaus Pannen, Insolvenzverwalter des Flughafens, im Rathaus vorstellig, um die Politiker um Hilfe zu bitten. Bereits am Donnerstagabend segnete die Bürgerschaft mit großer Mehrheit ein Grundstücksgeschäft ab, das dem Airportbetrieb Luft für weitere Wochen verschafft.

„Wir eröffnen dem Insolvenzverwalter damit die Chance, einen Vertrag mit einem Investor abzuschließen“, sagt SPD-Fraktionschef Jan Lindenau. Ohne diesen Grundstücksdeal hätte Pannen den Flughafen in wenigen Wochen schließen müssen. „Pannen braucht noch ein bisschen Zeit“, bestätigt CDU-Fraktionschef Andreas Zander. „Möglicherweise verzichten wir auf Geld, ersparen uns damit aber die enormen Kosten einer Rückabwicklung des Flughafens.“ Die Entscheidung sei dringlich gewesen, weil Pannen die Einnahmen für den Flughafenbetrieb im März benötige.

Das 1400 Quadratmeter große Grundstück könnte nach LN-Informationen über 170 000 Euro einbringen. Es gehört der PuRen Germany, über die am 1. Dezember 2015 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. PuRen hatte die Fläche 2014 von der Yasmina des Deutsch-Ägypters Prof. Mohamad Rady Amar erworben, die ebenfalls Pleite gegangen war. Die Stadt hatte sich bei diesen Geschäften stets ein Vorkaufsrecht für einen Euro einräumen lassen.

Auf dieses Recht verzichtet sie jetzt zugunsten des Airports.

„Die Stadt verschleudert Grundstücke“, kritisieren die Linken. „Ich spreche mich dagegen aus, dass im Flughafen noch mehr Geld versenkt wird“, sagt Frak tionschefin Antje Jansen. „Klappt es mit dem neuen Investor nicht, ist das Geld auch noch weg.“

Pannen darf den Verkaufserlös aber laut nicht-öffentlichem Beschluss nur zur Aufrechterhaltung des Flughafenbetriebs im März verwenden. In die Insolvenzmasse dürfen die über 170 000 Euro nicht fließen. Das Geld wird dem Vernehmen nach auf einem Treuhandkonto geparkt.

dor

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