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Lübeck Flughafen: Gespräche über neue Strecken laufen
Lokales Lübeck Flughafen: Gespräche über neue Strecken laufen
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10:30 18.09.2013
Ryanair verlängert sein Lübecker Engagement um drei Jahre, derzeit laufen die Verhandlungen für den Sommerflugplan 2014. Quelle: Fotos: Lutz Roeßler
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Lübeck

Der Sommer geht seinem Ende entgegen, der Winterflugplan steht quasi vor der Tür. Der Lübecker Airport steht derzeit mit allen Fluglinien in Verhandlungen, wie es in Zukunft weitergehen soll in Blankensee. „Wir streben natürlich neue Airlines und Ziele an“, sagt Airport-Chef Jürgen Friedel. Es gebe einige Möglichkeiten und Gespräche, allerdings will er derzeit noch nicht konkreter werden.

Friedel: „Die Lage im internationalen Fluggeschäft ist schwierig.“ Dennoch stieg 2012 das Passagieraufkommen in Lübecks Süden leicht auf 360 000 Fluggäste.

Knapp zehn Monate wirtschaftet der Flughafen bereits als privates Unternehmen, seitdem heißt der neue Eigner Yasmina Flughafenmanagement GmbH. Airport-Chef Friedel spricht von einem leichten Aufwärtstrend. „Wir merken, dass wir jetzt interessanter sind.“ Vor gut einem Jahr seien mögliche Partner zurückhaltender gewesen, da die Zukunft des Airports noch gänzlich offen war. „Jetzt sind wir deutlich besser positioniert.“ Allerdings, gesteht Friedel, würden ihm Interessenten „auch nicht die Bude einrennen“.

Almania Airlines hält weiter daran fest, spätestens Anfang 2014 einen Airbus A 319 in Lübeck zu stationieren. Geplant sind tägliche Flüge zu innerdeutschen Zielen. Etwas ins Stocken geraten ist dagegen der Start der kleinen Fluglinie Lübeck Airways. Ursprünglich wollte Geschäftsführer Michael Hövel noch dieses Jahr mit einer Embraer (76 Sitze) in Blankensee abheben. „Wir sind durch rechtliche Probleme gebremst worden“, sagt der Geschäftsführer. Es hapere derzeit an der sogenannten Verkehrsabrechnung, weshalb die Überprüfung von Flugscheinen anderer Partner-Airlines nicht funktioniert.

Die Kooperation ist aber unerlässlich, um „Fluggäste aus aller Welt zu erreichen“. In Lübeck selbst sei man sich mit Geschäften und Reiseveranstaltern aber bereits weitgehend einig. Hövel: „Wir wollen schnellstmöglich loslegen.“ Der erste Lübeck-Airways- Flieger soll spätestens zum Sommerflugplan abheben. Die in Erwägung gezogene Verbindung nach München ist laut Hövel wegen zu hoher Kosten vom Tisch, „es gibt aber weitere Optionen“. Details nennt er zurzeit noch nicht.

Ebenfalls noch bedeckt hält sich der irische Billigflieger Ryanair, der seit 13 Jahren von Blankensee abhebt und sein Engagement um drei Jahre verlängert hat. „Wir führen gerade Gespräche für den Sommerflugplan im kommenden Jahr“, sagt Ryanair-Sprecherin Svenja Damzog. Fest stehe bisher lediglich, dass es mehr Verbindungen sein werden als im Winter — das allerdings war bisher immer der Fall.

Damzog: „Im Oktober werden wir mehr wissen.“

Beim zweiten Billigflieger, Wizz Air, macht sich der Flughafen-Chef Hoffnungen auf eine weitere Verbindung neben Danzig und Kiew. „Das Unternehmen modernisiert gerade seine Flotte“, sagt Jürgen Friedel. „Es bestehen gute Chancen, dass wir dadurch eine weitere Strecke bekommen.“ Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist und welches Ziel es sein könnte, das sagt der Geschäftsführer nicht. Auch eine Wunsch-Destination habe er nicht. Friedel: „Als ungarisches Unternehmen wird das Ziel aber wahrscheinlich auch in Osteuropa liegen.“

Die Firma 3Y um den Deutsch-Ägypter Mohamad Rady Amar hat bereits mehr als eine halbe Million Euro in ihren neuen Flughafen investiert. In den kommenden Jahren sollen weitere 20 Millionen Euro folgen, sofern der Airport endlich Planungsrecht bekommt. „Nun verschieben sich die Planungen natürlich“, sagt Jürgen Friedel, denn die Entscheidung des Gerichts stehe bis jetzt aus. „Das hat wohl terminliche Gründe.“ Der Fall als solches ist für den Flughafen-Chef nämlich klar. Während die finanzielle Zukunft des Airports Ende 2012 vor dem Verkauf noch offen war, sei die Rechtslage „jetzt eindeutig“.

Der Jubiläumspassagier
5 heißt die neue Glückszahl von Steffen Schebesta. Der 37-Jährige ist der fünfmillionstefünfhundertfünfundfünfzigtausendstefünfhun- dertfünfundfünfzigste (in Zahlen: 5 555 555) Ryanair-Passagier in Lübeck. Schebesta hob gestern mit seiner Freundin nach Porto ab.

Die Airline schenkte ihm einen Fluggutschein für zwei Personen ab Lübeck zu einem Ryanair-Ziel nach Wahl. Schebesta muss sich aber sputen: Der Gutschein ist bis zum 10. Februar gültig.

Peer Hellerling

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